Everswinkel
Neuer Erfolg im Norden

Donnerstag, 06.08.2009, 19:08 Uhr

Everswinkel - Zugegeben, Schwerin ist ganz schön weit weg. Von Everswinkel genau 394 Kilometer. Aber manchmal lohnt auch der weiteste Weg. Das weiß inzwischen ein großer Teil der bislang mehr als eine Million Besucher der Bundesgartenschau (BUGA). Und das weiß auch Bildhauer Stefan Lutterbeck . Er hatte mit vielen anderen einen Hut in den Ring geworfen, und drei seiner Arbeiten waren zusammen mit 74 anderen Objekten aus den 175 eingereichten Arbeiten für die Schau ausgewählt worden. Doch damit nicht genug. Mit seiner mächtigen Stele aus Anröchter Dolomit zählt Lutterbeck im Sonderbereich „Grabgestaltung und Denkmal“ zu den Preisträgern der BUGA - ausgezeichnet mit der Silbermedaille.

Für den Everswinkeler Bildhauermeister ein toller Erfolg. „Die norddeutsche Ecke liegt mir scheinbar“, schmunzelt er mit Blick auf die BUGA 2003 in Rostock, wo er sogar mit einer Goldmedaille heimkehrte. Entgegen nehmen konnte Lutterbeck die Silbermedaille in Nürnberg. Auch eine weite Reise, „aber das macht man gerne“. Seine rund 400 Kilogramm schwere Grab-Stele besticht durch die fünf eingearbeiteten Torbögen der Romanik, Gotik, Renaissance, des Barock und der Neuzeit. Besonderheit: Die Toröffnungen sind nicht einfach durchgebohrt, sondern Stück für Stück mühselig durchgeschlagen worden. Über den Bögen ist das Michelangelo-Zitat, „Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume“, eingemeißelt.

Rund 50 Stunden Arbeit investierte Lutterbeck in die Stele. Mit nachhaltigem Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Die Resonanz auf seine Ausstellungsstücke ist groß. „Es gibt bei mir im Moment schon viele Anfragen gerade aus dem Bereich“, freut sich der Everswinkeler, der sich keine nachhaltigere Werbung vorstellen kann. Schon jetzt erstreckt sich sein Auftragsbereich bis nach Hamburg, München und Berlin. „Das resultiert aus solchen Aktionen“, bilanziert er.

Die Schweriner Gartenschau rund ums historische Schloss hat sich indes zu einem echten Besuchermagneten entwickelt. Rund 8 300 Reisebusse haben bislang die Ausstellung angesteuert, die so ganz anders ist als ihre Vorgänger. Drei Merkmale heben sie aus der über 50-jährigen Geschichte der Bundesgartenschauen heraus: Im Mittelpunkt steht die historische Entwicklung der Gartenbaukunst vom 18. Jahrhundert bis heute, veranschaulicht in sieben Themengärten. Damit ist die Schweriner Ausstellung eine Bundes-„Garten“-Schau im eigentlichen Wortsinne. Zudem ist die BUGA eine sehr kompakte Schau. Alle Ausstellungsareale sind rund ums Schloss in unmittelbarer Nachbarschaft der Altstadt angesiedelt. Außerdem liegen die Gärten am Wasser, wodurch sich die Landeshauptstadt auch dem Wasser zuwendet. Ein Teil der Bundesgartenschau ist somit auch als Stadtentwicklungskonzept zu betrachten. „Der Besuch lohnt sich“, fasst Lutterbeck seine Eindrücke zusammen.

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