Everswinkel
Das macht man nur einmal im Leben

Sonntag, 13.03.2011, 20:03 Uhr

Everswinkel - Die Eltern schauten noch etwas ungläubig, als Zirkuspädagoge Edgar Hedergott ihnen erzählte, sie würden heute noch über Scherben laufen, am Trapez schwingen oder in der Manege jonglieren. Rund 50 Eltern und Lehrer hatten sich am Samstagmorgen in der Manege zusammen gefunden, um das Abenteuer Zirkus Grundolino anzugehen. Edgar Hedergott, Andrea Kruck und Dieter Schade von der Freien Pädagogischen Initiative Unna standen ihnen dabei zur Seite.

Bereits am Tag zuvor hatte Schulleiter Martin Linnemannstöns knapp 85 Eltern mobilisiert, beim Aufbau des zweimastigen Zirkuszeltes mit anzupacken. Damit fiel der Startschuss für ein einwöchiges Zirkusprojekt, das es so noch nie gab. „So etwas macht man einmal im Leben“, erklärte Zirkuspädagoge Edgar Hedergott und deutete auf das blau-rote Zelt. „Das wird für Eltern, Lehrer und Kinder eine tolle Erfahrung.“ Die Mütter und Väter schlugen derweil Anker in den Boden, rollten die Zeltplane aus, verknoteten sie und montierten die Sitzbänke. Alles unter Anleitung der erfahrenen Zirkuspädagogen sowie des Juniorchefs des Zirkus Sperlich, von dem das gesamte Zirkus-Equipment kommt. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sich binnen zwei Stunden ein echtes Zirkuszelt mit einer kleinen Manege vor ihnen erhob.

Am Samstagmorgen hieß es dann zum ersten Mal „Manege frei“. Zunächst konnten sich die Eltern noch zurücklehnen. Edgar Hedergott, Andrea Kruck und Dieter Schade stellten ihnen die einzelnen Zirkusnummern zunächst einmal vor. „Ihr werdet aber heute noch richtig schwitzen“, versprach er - und sollte Recht behalten. Die Eltern sollten in einem eintägigen Workshop die Zirkusnummern einstudieren, um sie dann am Montag den knapp 300 Schülern vorzuführen. Die Grundschüler können sich so für eine der Projektgruppen entscheiden. Von Zauberei, über Artistik bis zu Schwarzlichtjonglage hatten die Zirkuspädagogen alles im Gepäck. Beim Gang über Scherben oder dem „Spiel mit dem Feuer“ wuchsen Eltern und Lehrer ein erstes Mal über sich hinaus. „Ihr dürft nicht traurig sein, wenn die Kinder das viel schneller können als ihr“, kommentierte Hedergott die ersten Versuche einer Menschenpyramide in der Manege mit einem Augenzwinkern. Im Scheinwerferlicht und mit einem Hauch Lampenfieber konnte man da schon die ersten Schweißperlen auf der Stirn beobachten. „Es hat richtig Spaß gemacht“, lautete aber am Ende des Nachmittags das einstimmige Fazit.

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