Everswinkel
Zwischenstopp der Bildungsreise

Everswinkel -

Spalier stehen für die Schüler der Abschlussklasse, das hat an der Waldorfschule Everswinkel Tradition. So verabschiedeten nun auch die Schüler der Klassen eins bis zehn insgesamt 16 Absolventen der Klasse elf mit einer Menschenkette vom Eurythmiegebäude bis zur Turnhalle. Begleitet vom irischen Reisesegen, führte ihr Weg sie zur Turnhalle, wo die Feier ihres Abschlusses stattfand.

Mittwoch, 13.07.2011, 08:30 Uhr

Viele nette Worte und gute Wünsche gab es für die scheidenden Schüler, verbunden mit Wehmut, aber auch Freude auf das, was kommen wird. Für die Schüler sind die Wege ganz unterschiedlich: Einige werden das Abitur an der Waldorfschule Münster absolvieren, andere beginnen eine Ausbildung oder besuchen andere weiterführende Schulen und Kollegs. Bevor Christiane Hakenes , Abschlussbeauftragte der Everswinkeler Waldorfschule, ihre Ansprache hielt, bildeten die Darbietungen von Nato Omanadze und Dorothea Liess am Klavier und auf der Geige den Auftakt.

„Niemand kann dir die Brücke bauen, auf der gerade du über den Fluss des Lebens schreiten musst, niemand außer dir allein“, zitierte Hakenes anschließend Friedrich Nietzsche und appellierte dabei an die Schüler, selbst aktiv zu werden. „Viele Aspekte können nur durch Euch selbst realisiert werden“, betonte sie und verdeutlichte dies an den Beispielen schlafen, lernen und gehen. Alles Aktivitäten, die es nicht im Passiv gibt und die selbst bewältigt werden müssten. „Dies ist nur ein kurzer Zwischenstopp auf Eurem Bildungsweg. Hoffentlich habt Ihr von der Fülle an Angeboten hier reichlich mitgenommen.“

Gerne dachte Klassenlehrerin Marianne Jehlen an die vielen gemeinsamen Erlebnisse zurück. Diese reichten von verschiedenen Theaterstücken über die Anfertigungen der Jahresarbeiten bis hin zu den zahlreichen Fahrten. „Ihr habt stets viel geleistet und ich habe mit Freude festgestellt, dass jeder Einzelne viel gelernt hat. Und auch ich habe viel durch Euch gelernt und verbinde viele schöne Erinnerungen mit Euch.“ Genau so wie Klassenbetreuerin Sabine Golz. Die rief noch einmal die Ski-Reise und die Reise nach London in Erinnerung und bemerkte: „Wir sind auf dieser Reise gemeinsam und gleichzeitig hat jeder einen individuellen Weg mit den Dingen umzugehen, und jeder besitzt andere Fähigkeiten. Ihr seid, wenn es darauf ankommt, sehr verlässlich und kollegial.“ „Ich wünsche Euch, dass Ihr weiterhin Eure Rechte einfordert, was Ihr gut könnt. Ich wünsche Euch ebenfalls, dass Ihr vor allem auch Euren Pflichten nachkommt“, so Klassenlehrer Karl Grünewald.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Diesen Satz Hermann Hesses machten die Elternvertreter Rita Friedemann, Beatrice Tönnemann und Norbert Grabolle zum Leitspruch ihrer Rede. Besonderheit dieses Jahrgangs war es, dass es zwei Klassen gab, eine davon nur für Kinder mit Sonderförderbedarf. „Das ist einmalig an dieser Waldorfschule. Danke für das Verständnis, für die Integration und für die Hilfestellungen“, so die Eltern. Trotz vieler Tiefen hätten die Schüler so die Möglichkeit bekommen, herauszufinden, wo ihre Fähigkeiten liegen, nämlich meist nicht im kognitiven, sondern vielmehr im sozialen und praktischen Bereich. Die künstlerischen und musikalischen Fähigkeiten waren während der Feierstunde bereits zu bewundern: Eine Darbietung auf Trommeln überzeugte die Eltern und Geschwister ebenso wie die der Eurythmie, und eine Dia-Show gab Einblicke in den Alltag und die Klassenfahrten.

Die erfolgreichen Schüler nahmen am Ende ihre Zeugnisse entgegen. Folgende Schüler haben in diesem Jahr ihren Abschluss gemacht: Jens Ahlandt, Frederick Cliffe, Philip Dreyer, Joy-Noah Friedemann, Helena Fritzsch, Helena Hohenhövel, Lilly Horstmann, Pia-Maleen Kolatzki, Joshua Kurzawa, Fynn Meininghaus, Billal Richter, Franziska Schmedding, David Schweer, India Steffens (nicht anwesend), Sarah Stegemann, Benita Termühlen und Daniela Wrede.

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