Dampf machen und am Ball bleiben
Jahresversammlung der KFD Everswinkel / Zukunftsbild der Kirche diskutiert

Everswinkel -

Eine sehr zufriedene Bilanz des vergangenen Jahres, das zudem ein Jubiläumsjahr war, zog die KFD Everswinkel in ihrer Jahreshauptversammlung. Mit Margret Pernhorst war eine Gastreferentin eingeladen worden, die 20 Jahre Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster war und Mitglied des Kirchensteuerrates des Bistums Münster sowie des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist. Mit ihr entwickelte sich eine lebhafte Diskussion um das Zukunftsbild der Kirche.

Dienstag, 31.01.2012, 10:01 Uhr

Dampf machen und am Ball bleiben : Jahresversammlung der KFD Everswinkel / Zukunftsbild der Kirche diskutiert
In großer Runde fand am Sonntag die Generalversammlung der KFD Everswinkel statt. Dabei verabschiedete KFD-Sprecherin Margret Lamenta (kleines Bild r.) die ausscheidende Bezirkshelferin Fine Vogelsang (l.) und begrüßte Bärbel Schwinning als neue Bezirkshelferin. Foto: Niesmann

401 Mitglieder zählt die KFD Everswinkel derzeit. Ein großer Teil davon fand sich am Sonntagmorgen im Gasthof Arning zur Jahreshauptversammlung ein. „Überall im Dorf konnte man im letzten Jahr unsere Spuren verfolgen. Schritt für Schritt machen wir uns in diesem Jahr wieder auf den Weg. Wir verlassen mit neuen Aktionen ausgetretene Wege. Wir wünschen uns auch im Jahr 2012 gute Begegnungen mit Menschen, die Spuren in uns hinterlassen“, erläuterte die KFD-Vorsitzende Margret Lamenta das Jahresthema.

Spuren hinterlassen auch die ausscheidenden Bezirkshelferinnen Annette Baggeroer , Lore Gromke und Fine Vogelsang, die durch Ida Witte, Anneliese Watermann und Bärbel Schwinning abgelöst werden. In ihrer Gemeinschaft begrüßten die Frauen die Neumitglieder Maria Kunhenn, Marianne Napierala, Agnes Franke und Christel Ruckert. Aufgrund des höheren Arbeitsaufwandes von Pastor Heinrich Hagedorn löst Pastor Konrad Dreier ihn als neuer Präses ab. Nach dem Kassenbericht von Veronika Seibert wurde Hannelore Ekel zur neuen Kassenprüferin und Nachfolgerin von Elisabeth Mexner bestimmt. Gemeinsam mit Christa Stuppe wird sie ihr neues Amt ausüben.

Auf ein vielfältiges Jahresprogramm blickten Margret Wernsmann und Annette Unterbusch zurück: „Im vergangenen Jahr haben wir unser 160-jähriges Bestehen gefeiert, das wir gemeinsam mit der KFD Alverskirchen und der Evangelischen Fraunehilfe begingen, die ebenfalls Jubiläen feierten.“ Die verschiedenen Aktivitäten reichten von Kochkursen über eine Winterwanderung und Radtouren bis hin zu einer Tagesfahrt nach Emsbüren, zum Osnabrücker Weihnachtsmarkt und die mehrtägige Fahrt zur Insel Wangerooge. Auch Informationsveranstaltungen wie der Abend zum Thema „Abschied und Neubeginn“ sowie Geselliges, wie etwa das traditionelle Doppelkopfturnier, durften nicht fehlen.

Nicht minder abwechslungsreich ist das diesjährige Programm, das Lamenta anschließend vorstellte. Los geht es am Montag (6. Februar) mit der Winterwanderung ab 17 Uhr vom Pfarrheim aus. Am 15. März (Donnerstag) fahren die Frauen zur Creativa nach Dortmund, für den 24. April ist ein Tagesausflug nach Recklinghausen mit der KFD Hoetmar und Alverskirchen geplant. Die Mitsommer-Schlemmertour findet am 21. Juni (Donnerstag) statt. Nur noch wenige freie Plätze gibt es für die Drei-Tages-Tour nach Berlin vom 24. bis 26. August.

20 Jahre war Margret Pernhorst Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster , sie ist Mitglied des Kirchensteuerrates des Bistums Münster sowie des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Anschaulich informierte die Referentin über ihre Erfahrungen und ihre Arbeit. So ging es im Gesprächsforum der Deutschen Bischofskonferenz im Juli vergangenen Jahres unter dem Thema „Im Heute glauben“ um die Hoffnungen und Befürchtungen der Teilnehmer bezüglich eines neuen Bildes der Kirche. „Die Angst um die Einheit hindert, das Neue zu wagen“, fasste Pernhorst zusammen.

Auch gingen die Teilnehmer der Frage nach den Zukunftsbildern der Kirche nach. „Die Kirche soll eine Kirche sein, die die Sprache der Menschen spricht“, gab Pernhorst die wichtigsten Punkte wieder. „Sie soll eine Pastoral der Barmherzigkeit repräsentieren, beispielsweise den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen betreffend. Und wir wünschen uns eine Kirche, mit einer Partizipation aller, Männer und Frauen, Kleriker und Laien.“

„Es können unten ganz viele Wellen geschlagen werden, aber wenn oben wieder der Deckel draufgedrückt wird, dann gibt es keine wirkliche Veränderung. Schon seit vielen Jahren wird viel diskutiert, aber nicht viel geändert. Das alles können nur leere Worthülsen sein“, gab eine Anwesende zu bedenken. Pernhorst teilte die Sorge der Frauen: „Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Wir werden alle noch viel Kraft aufbringen müssen.“ Sie gab aber auch zu bedenken, dass alles nur scheibchenweise vorangehen könne. Auch Lamenta versprach: „Wir werden Dampf machen, als KFD am Ball bleiben“.

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