Ausrüstung muss jederzeit einsatzbereit sein
Doppelt geprüft hält besser

Everswinkel -

Die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr wird zweifellos geprägt von der Qualifikation der Feuerwehrleute. Aber das allein reicht noch nicht aus. „Unsere Fahrzeuge und die darin enthaltenen Einrichtungen und Geräte müssen zu jedem Zeitpunkt voll einsatzbereit, funktionsfähig und sicher sein“, erzählt Kai Tönnißen vom Löschzug Alverskirchen. Er leitet den Fachbereich „Sicherheit“ für den gesamten Bereich der Everswinkeler Wehr.

Samstag, 28.07.2012, 08:07 Uhr

Ausrüstung muss jederzeit einsatzbereit sein : Doppelt geprüft hält besser
Die komplette Technik auf einem Feuerwehrfahrzeug muss ständig voll einsatzbereit sein. Dafür sorgen unter anderem (v.l.): Alexander Wiesmann, Kai Tönnißen und Markus Zepke. Foto: Wehmeyer

„Denn die Betriebssicherheit der Ausrüstung ist auch wichtig für die Sicherheit der Menschen.“

Das gelte sowohl für die Feuerwehrleute, die sich auf ihre Gerätschaften wie Leitern, Seile, Werkzeuge und Atemschutzgeräte verlassen müssen, als auch für die gefährdeten Menschen, denen beispielsweise nur mit funktionsfähigen Auffangkissen, Hebekissen, Rettungsschere und Schneidegeräten geholfen werden kann.

Der mit der Überprüfung, Instandhaltung, und Instandsetzung verbundene Aufwand ist enorm. Er wurde deshalb auf eine Vielzahl von Schultern verteilt. Die Gerätewarte Alexander Wiesmann (Löschzug Alverskirchen) und Marcel Vetterle (Löschzug Everswinkel) sind dafür zuständig, dass nach einem Einsatz oder nach einer Übung sich alle Gerätschaften wieder im einwandfreien Zustand auf den Fahrzeugen befinden. „Ich bin dazu etwa dreimal in der Woche im Feuerwehrgerätehaus“, berichtet Alexander Wiesmann. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge. „Denn mit halb-vollem Tank dürfen wir gar nicht erst losfahren“. Schließlich wisse keiner, wie lange bei dem nächsten Einsatz die Pumpen und andere Einrichtungen betrieben werden müssen.

Wiesmann und Vetterle arbeiten ganz eng mit den Geräteprüfern Werner Kortenjann und Markus Zepke zusammen. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört unter anderem die Inventarisierung aller Einrichtungen und Geräte, denen sich die Feuerwehrleute bedienen. Auf mehr als zweitausend Objekte schätzt Markus Zepke die Ausstattung.

„Einmal im Jahr unterziehen wir jeden Gegenstand einer so genannten Sichtprüfung“, schildert Zepke die Aufgaben der Geräteprüfer. „Darüber hinaus wird, wenn notwendig, in den vorgeschriebenen Intervallen eine Funktionsprüfung durchgeführt.“ Beispielsweise würden alle Leitern mit Prüfgewichten auf ihre Tragfähigkeit untersucht. Kleine Instandsetzungen nehmen die beiden in eigener Regie vor. Größere Maßnahmen werden in Auftrag gegeben.

Ein ganz wichtiger Baustein bei der Sicherheit der Feuerwehrleute und damit auch der zu rettenden Personen sind die Einrichtungen für den Atemschutz. Dafür sind in Everswinkel Andreas Große Winkelsett und in Alverskirchen Jan Wolk zu-ständig. „Die beiden sind im Rahmen eines speziellen Lehrgangs am Institut der Feuerwehr in Münster dafür ausgebildet worden“, unterstreicht Kai Tönnißen die Bedeutung der Tätigkeit. „Werden bei Einsätzen die Geräte mit Rauch beaufschlagt, müssen sie in der Atemschutzwerkstatt in Ahlen gereinigt und geprüft werden.“

Darüber hinaus werden alle Atemschutzeinrichtungen regelmäßig einmal im Monat einer Prüfung unterzogen. „Der Prüfer bescheinigt mit seine Unterschrift die Sicherheit der Geräte und übernimmt damit die Verantwortung für die Unversehrtheit der Atemschutztrupps.“ Auch für die Einhaltung der Fristen für die jährlich stattfindenden Übungen auf der Atemschutzstrecke in Ahlen und für die Gesundheitsprüfungen sei der Atemschutzbeauftragte zuständig.

Für die Alarmierung und die Verständigung bei Einsätzen sind Funkgeräte unerlässlich. Wartung und Instandsetzung und Ersatzbeschaffungen liegen in den Händen von Florian Gromke.

Für die Einsatzkleidung, bestehend aus Schutzanzug, Sicherheitsschuhen, Schutzhelm und Schutzhandschuhen, ist zwar jeder selbst ver-antwortlich. Um den schnellen Austausch und die Reinigung nach Einsätzen kümmern sich Samantha Braunisch (Alverskirchen) und Michele Drzysla (Everswinkel). Sie verwalten die Kleiderkammer und organisieren die Sicherheitsprüfungen und Neubeschaffungen. Auch für die Gerätschaften zur Absturzsicherung gibt es einen Spezialisten. Die einwandfreie Beschaffenheit von Haltegurten, Klettergeräten und Kletterseilen liegt im Verantwortungsbereich von Heinz Kortenjan.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1036053?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F702714%2F1164209%2F
Nachrichten-Ticker