2. Teil des Rückblicks auf 125 Jahre Volksbank-Geschichte in Everswinkel
Wachstum über Jahrzehnte

Everswinkel -

Die Geburtsstunde der Genossenschaft schlug am 3. März 1887. 45 Männer Bauern, Handwerker und Bürger waren dabei. Jetzt feiert die Volksbank Everswinkel ihr 125-jähriges Bestehen. Von der Gründung an bewegte sich die Genossenschaftsbank stets auf Wachstumskurs, wie der zweite Teil des Rückblicks auf die Geschichte zeigt.

Dienstag, 14.08.2012, 09:08 Uhr

125 Jahre Volksbank Everswinkel – am 21. September wird im Festzelt an der Reithalle mit den Mitgliedern gefeiert. Im zweiten Teil des Rückblicks geht es nun um die Entwicklung der Genossenschaft nach der Gründung 1887 bis heute.

Der Spar- und Darlehnkassenverein wurde Aktionär bei der ländlichen Zentralkasse AG in Münster . Als 1896 das Reichsgenossenschaftsgesetz in Kraft trat, wurde der Status „Verein“ in „Genossenschaft“ geändert und die Spar- und Darlehnsgenossenschaft wurde Mitglied des Verbandes ländlicher Genossenschaften e.V. in Münster. 1907 wurde der Geschäftsanteil von fünf Mark auf 50 Mark erhöht. 1913 gab es eine Änderung des Statuts, als der Gegenstand des Unternehmens als „Betrieb einer Spar- und Darlehnskasse zur Pflege des Geld- und Kreditwesens sowie der Förderung des Sparsinns“ festgelegt wurde.

Dritter Geschäftsführer wurde Wilhelm Lüttichmann (1916-1929), sein Nachfolger war Josef Billmann als vierter Geschäftsführer von 1929 bis 1956. Danach übernahm 1957 Werner Lauhoff die Geschäftsführung der Bank. Er führte die Volksbank Everswinkel 36 Jahre lang bis Ende Juni 1993. 1957 belief sich die Bilanzsumme auf 970 000 D-Mark. Bis zum 100-jährigen Bestehen 1987 steigerte sich die Bilanzsumme um das 60-fache auf annähernd 60 Millionen D- Mark. Im gleichen Zeitraum nahm auch die Zahl der Mitglieder von 263 auf über 2 000 zu.

Bei der ständigen Aufwärtsentwicklung wurde das Haus am Kirchplatz bald zu klein. Die Spar- und Darlehnskasse entschloss sich 1964, ein neues, modernes Bankgebäude an der Hovestraße zu bauen. Doch bereits 17 Jahre später waren die Geschäftsräume wieder zu klein geworden, um einen ordentlichen Geschäftsablauf zu gewährleisten. Darum wurde eine weitere Vergrößerung des Bankgebäudes 1981 notwendig. Das völlig umgebaute Haus erfüllte alle Voraussetzungen der Geschäftsabwicklung und Kundenberatung für weitere Jahre. Nach einer Satzungsänderung vom 16. September 1976 wurde die neue Firmenbezeichnung „Volksbank Everswinkel eG“ beschlossen.

1990 fusionierte die Volksbank Everswinkel mit der Volksbank Sendenhorst, und weitere zehn Jahre später schlossen sich die Volksbanken aus mehreren Nachbarorten zur „Volksbank 2000 eG“ mit Sitz in Sendenhorst an. Die Niederlassung an der Hovestraße blieb natürlich erhalten. 2003 folgte der Zusammenschluss mit der Volksbank Ostbevern-Kattenvenne und der Volksbank Telgte-Westbevern zur „Vereinigten Volksbank eG“ mit dem Sitz in Telgte.

„Selbstständiges Handeln, verbunden mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, Unternehmergeist und Unabhängigkeit – getreu diesem modernen Geschäftsmodell bietet die Bank auch in schwierigen Zeiten verlässliche Stabilität. Die Mitgliedschaft ist ein Alleinstellungsmerkmal der genossenschaftlichen Banken“, betonen die beiden Vorstandsmitglieder Friedhelm Beuse und Gerhard Bröcker. So gebe es ja nicht nur eine Dividende auf die Geschäftsanteile, auch das Mitbestimmungsrecht könnten die Mitglieder ausüben. So etwa am 21. September, wenn sich Everswinkeler Mítglieder zur Wahl für die Vertreterversammlung stellen.

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