Dritte Ausgabe von „Geier!Live“
Alphorn trifft Harfe

Everswinkel -

„Land-Musikanten“ hieß das Motto am Freitagabend in der Gaststätte Diepenbrock. Bei der dritten Ausgabe von „Geier!Live“ begrüßte Clemens Diepenbrock musikalische Exoten wie die Harfenistin Giulia Wierbrügge oder Alphornbläser Manfred Kargus.

Montag, 20.08.2012, 11:08 Uhr

Dritte Ausgabe von „Geier!Live“ : Alphorn trifft Harfe
Auch die dritte Auflage von „Geier!Live“ war ein Riesenerfolg: Brechend voll war der Biergarten. Foto: Niesmann

So lebenswichtige Fragen wie „Kann man duch ein Alphorn auch rauchen?“ oder „AC/DC auf der Harfe – funktioniert das?“, möchten die Besucher im brechend vollen Wirtsgarten von den Musikern beantwortet haben. Vor allem aber interessiert sie eines am Ende des unterhaltsamen Late-Night-Talks am Zapfhahn: „Warum verliert ein Profi wie du beim Zapfwettbewerb, Klemens Diepenbrock?“ Eine gute Frage, auf die auch Talkmaster Diepenbrock nicht so recht eine Antwort weiß. „Du bist ein guter Gastgeber, du lässt die Gäste gewinnen“,wirft Blasmusiker Manfred Kargus ein – und hat völlig Recht damit.

Beweis genug lieferte Gastronom Diepenbrock mit der dritten Auflage seines beliebten Kneipentalks „ Geier !Live“. Am Freitagabend hieß das Motto „Land-Musikanten“. „Herzlich willkommen zu Spiel, Spaß und guter Laune“, freute er sich darauf, mit Everswinklern über Everswinkel zu reden.

„18 Musikvereine mit annähernd 1000 Mitgliedern gibt es im Ort – der wohl musikalischsten Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. Einige Exoten sind hier heute zu Gast“, schickte Diepenbrock voraus.

Wunderbar musikalisch zeigte sich auch „Michies Hausband“ mit Michael Drees und Ralf Peters. Für jeden Gast hatten sie eigens Lieder umgeschrieben und begeisterten mit beeindruckenden Covern aktueller Lieder von Clueso oder den Toten Hosen.

Erste Everswinklerin „Exotin“ an diesem Abend: Giulia Wierbrügge . Die 17-Jährige spielt mit der Harfe ein ungewöhnliches Instrument. Dabei reicht das Spektrum weit über klassische Musik hinaus: Zum Beweis begeisterte sie mit „Some­one like you“ von Adele. Etwa 27 Kilo schwer ist das Instrument. „Da brauche ich beim Transport Hilfe“.

Ein weiteres großes, schwer zu transportierendes Instrument folgte: das knapp vier Meter lange Alphorn. „Er ist ein Hardliner und eine bekennende Rampensau“, begrüßte Diepenbrock Manfred Kargus, der zusammen mit Keyboarderin Annegret Hagenkötter von einer aufregenden Zeit im Hofbräuhaus in Las Vegas erzählte. „Die Amerikaner stellen sich die Deutschen sowieso immer nur 24 Stunden Weißwurst fressend in Lederhose und Dirndl vor“. Da hätten die beiden in der bayerischen Tracht natürlich dem Klischee entsprochen.

Frisch aus Schottland angereist war der nächste Gast. Christian Averbeck ist Tambourmajor des Alverskirchener Spielmannszuges. „Der Tambourstab ist der Taktgeber, damit regle ich Geschwindigkeit und Lautstärke“, so das Musiktalent, das angefangen von der Querflöte bis zur Trommel alle Instrumente des Spielmannszuges beherrscht.

„Da soll noch mal einer sagen, ich bin ein Geier“, flachste Diepenbrock beim anschließenden Bierzapfen mit Averbeck. „Schön voll ist mein Bier, und dabei bin ich normalerweise immer einen Daumen breit unter dem Glasrand“, so der Gastronom, der selbstironisch, scherzend und sicher durch den abwechslungsreichen Abend führte.

Riesig war der Andrang an dem milden Sommerabend: Rund 300 Leute kamen in den Wirtsgarten, und einige Neuankömmlinge hatten das Nachsehen: „Da hätte ich mir wohl einen Hocker mitnehmen sollen“. Die vierte Auflage des beliebten Kneipentalks ist übrigens für November geplant.

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