Projekt „Soziales Lernen“ fördert Verbundschüler im respektvollen Umgang miteinander
Gemeinsame Sache beim „Eier-Airbag“

Everswinkel -

Sozialkompetenzen im Klassenkontext zu erweitern und das soziale Miteinander im Klassenverband zu stärken – das sind die Ziele beim Projekt „Soziales Lernen“ an der Verbundschule. Einmal mehr waren jetzt die Schüler der Erprobungsstufe gefragt, gemeinsam an der Lösung von Problemstellungen zu arbeiten und sich dabei besser kennenzulernen.

Freitag, 28.09.2012, 09:09 Uhr

Projekt „Soziales Lernen“ fördert Verbundschüler im respektvollen Umgang miteinander : Gemeinsame Sache beim „Eier-Airbag“
Miteinander etwas erreichen: Das Wurfspiel war nur ein kleines Element für die Schüler der Klasse 6d im Rahmen des Projektes „Soziales Lernen“, das die Verbundschule mit den Schülern der Erprobungsstufe durchführt. Foto: Niesmann

Eine knifflige Aufgabe: Ein rohes Ei so zu verpacken, dass es einen Sturz aus zweieinhalb Metern Höhe unbeschadet übersteht. Und das mit nur 25 Strohhalmen und einer Rolle Klebeband. Andere Hilfsmittel waren für diesen „Eier-Airbag“ nicht erlaubt. Natürlich ging‘s am Mittwoch im HoT beim Verbundschul-Projekt „Soziales Lernen“ nicht wirklich darum, ein Ei möglichst clever einzupacken. Für die Schüler der 6d stand vielmehr das Ziel dahinter, etwas zusammen zu erreichen, gemeinsam ein Konzept zu entwickeln und den Zusammenhalt der Gruppe zu fördern.

Die Sozialarbeiterin der Verbundschule , Anja Hesse , und Jens Deininger , Sozialtherapeut, systemischer Berater und Motopäde, arbeiteten drei Tage lang mit den Jungen und Mädchen an genau diesen Fähigkeiten. „Wir möchten so die Sozialkompetenzen im Klassenkontext erweitern und das soziale Miteinander im Klassenverband stärken“, erklärte Deininger. Das geschehe in Abhängigkeit von Themen, die die Kinder selbst bestimmten. In diesen Tagen nehmen alle Schüler der Erprobungsstufe daran teil.

Für jede Klasse arbeiten die beiden ganz spezifisch nach eigenen Bedürfnissen und Wünschen ein Programm aus. Die 6d hatte sich für eine Auseinandersetzung mit dem Geräuschpegel der Klasse unter dem Motto „laut und leise“ und die Stärkung des Zusammenhaltes entschieden. Oft sind auch Aggressionen, Gewalt und Mobbing Thema.

Klassenlehrerin Bianca Ulferts hob die Wichtigkeit des Programms hervor, das es seit einigen Jahren an der Verbundschule gibt. „Die Kinder lernen hier, respektvoll miteinander umzugehen, sich gegenseitig zu unterstützen. Dadurch, dass sie Verantwortung für andere und für die Gruppe übernehmen, wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Außerdem lernen sie mit Konfliktsituationen umzugehen.“ Das sei von großer Bedeutung. „Am liebsten wäre es mir, wenn es ein Fach dazu gäbe, wöchentliche Stunden zum sozialen Lernen etwa.“ Deshalb greife sie verschiedene Aspekte in Sport- oder Politikunterricht auf.

„Soziale Kompetenzen sind mindestens genauso wichtig wie die Schulleistungen“, unterstreicht Schulleiter Hubertus Kneilmann-Uekötter. „Der außerschulische Lernort und die außerschulischen Kräfte sorgen zudem für eine aufgelockerte, gelöstere Atmosphäre“. Bei den Kindern kommt das Projekt jedenfalls sehr gut an. Sie freuen sich, neben den drei Schultagen der anderen Art, vor allem ihre Mitschüler besser kennenzulernen.

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