Aufbruch für „Anti-Rost“: Senioren helfen Senioren
Hilfe für die kleinen „Baustellen“

Everswinkel -

Schnelle unkomplizierte Hilfe für die kleinen „Baustellen“: Mit dem Start von „Anti Rost“ gibt es nun auch in Everswinkel eine Initiative, bei der Senioren anderen Senioren helfen. Im Rahmen eines Info-Nachmittags stellte sich das neue Team vor und erläuterte, welche Arbeiten als eine Art von „Nachbarschaftshilfe“ ab sofort geleistet werden können.

Mittwoch, 21.11.2012, 07:11 Uhr

Aufbruch für „Anti-Rost“: Senioren helfen Senioren : Hilfe für die kleinen „Baustellen“
Das Starter-Team: Wolfgang Schröder, Mitbegründer der „Anti-Rost-Initiative“ (Mitte), Bürgermeister Ludger Banken (r.) und Thomas Stohldreier, Amt für Familie und Soziales (l.) zusammen mit den ersten Helfern. Foto: Wehmeyer

Es ist so etwas wie Nachbarschaftshilfe, nur dass der Begriff „Nachbarschaft“ räumlich nicht ganz so eng gesehen wird. Die Initiative „Anti-Rost“ hat sich diesen Gedanken zu eigen gemacht. Schon 24 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben sich der Idee „Senioren helfen Senioren“ angeschlossen. Jetzt gibt es „Anti-Rost“ auch in Everswinkel .

Wolfgang Schröder hat 1994 die „Keimzelle“ dieser Bewegung in Münster gegründet. Im Rahmen eines Informationsnachmittages am Montag in der Festhalle hat Schröder seine Überlegungen erläutert und stand auch für Fragen zur Verfügung. Eingeladen waren sowohl Interessenten, die aktiv mitarbeiten wollen, als auch Menschen, die solche Dienste eventuell in Anspruch nehmen möchten.

„Wir wollen den Handwerkern nicht die Arbeit wegnehmen, sondern wir wollen über unsere Ehrenamtlichen lediglich Kleinstreparaturen durchführen lassen“, erläuterte Schröder. Klappernde Türen, lose Schrankscharniere flackernde Glühlampen, lockere Gardinenleisten und tropfende Wasserhähne nannte er als Beispiele. Die Initiative leiste auch kurzfristige Hilfe im Haushalt wie Einkaufen, Arztbesuche, Umtopfen von Blumen und Besorgung von Medikamenten. „Wir bringen auch Profi-Rauchmelder an“, warb er eindringlich für deren Verwendung in den Wohnungen der Senioren.

„Gartenarbeiten gehören allerdings nicht dazu“, zeigte er auch die Grenzen auf. Materialkosten müssen von den „Auftraggebern“ erstattet werden. Es werden fünf Euro pro Einsatz berechnet. „Und wenn jemand dazu nicht in der Lage ist oder das Material nicht bezahlen kann, finden wir auch eine unbürokratischen Lösung“, sieht Schröder die Abwicklung der Hilfe ganz entspannt. Auch jüngere Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt sind, könnten die Hilfe in Anspruch nehmen.

Nach dem ersten Aufruf hatten sich bereits fünf ehrenamtliche Helfer gemeldet. Bei der Abfrage am Montag gingen gleich mehrere Hände hoch, und weitere Namen wurden notiert. Diejenigen, die die Dienste von „Anti-Rost“ in Anspruch nehmen möchten, können sich ab sofort unter ' 80 04 melden. Das Telefon ist montags bis freitags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr besetzt. Abgefragt wird im HoT, dem künftigen Mehrgenerationenhaus, das als „Schaltstelle“ fungiert.

„Es ist eine fantastische Idee“, machte Schröder Mut zum Mitmachen, „und bei der sich verändernden Altersstruktur und dem geringer werdenden Einkommen vieler älterer Menschen ist dies ein Projekt der Zukunft.“ Auch Bürgermeister Ludger Banken zeigte sich über den Start der Aktion erfreut. „Es ist eine tolle Sache und es ist schön, dass es jetzt losgeht.“ Wer noch mitmachen möchte, kann sich bei der Gemeindeverwaltung melden. Ansprechpartner ist Thomas Stohldreier, ' 8 81 17.

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