Aufwendiger Feldversuch von Verkehrswerkstatt und Gemeinde
Lkw auf die Matte geschickt

Everswinkel -

Einen aufwendigen Feldversuch haben die Gemeinde und die Verkehrswerkstatt gestartet, um das Problem der Lkw-Durchfahrten im Ort zu lösen. Derzeit werden mittels spezieller Messtechnik die Verkehrsströme erfasst, dann soll im Bereich von Deutschem Milchkontor und Tiefkühlcenter ein Schild aufgestellt werden, das Lkw die Durchfahrt durch den Ort verbietet. Und dann wird wieder gemessen . . .

Mittwoch, 12.06.2013, 07:06 Uhr

Was wäre wenn. . . Wenn die Lkw, die vom Deutschen Milchkontor und vom Tiefkühlcenter kommen, auf ihrem Weg nach Süden nicht mehr durch den Ortskern Everswinkel führen? Dann wären wohl auf der Nord-Süd-Achse – sprich vor allem Warendorfer Straße – schon deutlich weniger Lkw unterwegs. Man müsste nur den gesamten Verkehr über 7,5 Tonnen – sobald er das Werksgelände von DMK und TKC verlässt – mit einem Linksfahrgebot-Schild direkt auf die Umgehungsstraße schicken.

Ausgetüftelt wurde diese Maßnahme zur Entlastung der Nord-Süd-Achse Everswinkels in der Verkehrswerkstatt . Kritiker dieser Idee gehen allerdings davon aus, dass die Lkw die L 793 Richtung Freckenhorst einschlagen und sie sofort an der Abfahrt zum Grothues wieder verlassen werden, um dann doch wieder von Norden nach Süden durch Bahnhofstraße und Warendorfer Straße zu rollen.

„Wie das Fahrverhalten der meisten Schwertransporte nun aussehen wird oder nicht, darüber ließe sich noch lange trefflich streiten. In Everswinkel wird jetzt die Probe aufs Exempel gemacht und dazu ein recht aufwendiger Versuch gestartet“, teilt die Gemeinde mit.

Dabei ist das Schild „Links abbiegen!“ aufzustellen die leichteste Übung. Um erfassen zu können, wie viele Lkw welche Route nehmen, werden an strategisch wichtigen Stellen so genannte „Zählmatten“ ausgelegt. Die Messtechnik einer Zählmatte erfolgt durch ein Magnetfeld: Darum kann sie nicht nur zählen und Geschwindigkeiten erfassen, sondern auch Fahrzeuge nach Gewichtsklassen sortieren – also Pkw und Lkw auseinanderhalten.

„Gezählt wird logischerweise zweimal. Ein erstes Mal, um den Ist-Zustand zu erfassen. Dann werden die Schilder angebracht, und alle dürfen sich eine Weile an die neue Situation gewöhnen. Danach wird wieder gezählt, um zu prüfen, welche Veränderungen sich ergeben haben.“ Nach den Sommerferien wird die Verkehrswerkstatt wieder zusammenkommen, um sich mit der Auswertung des Versuchs zu befassen. „Auf die Messergebnisse sind schon heute alle gespannt“, heißt es in der Gemeinde-Meldung.

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