Theken-Talk: Geier!Live
Jam-Session im Wirtsgarten

Everswinkel -

„Heute Abend gibt’s richtig was auf die Ohren!“, begrüßte Gastwirt Klemens Diepenbrock am Freitag seine Gäste, denn was wäre „Geier!Live“ ohne Musik? „Musik verbindet, kennt keine Grenzen und spricht alle Sprachen“, so Diepenbrock. „Pauken, Trompeten und Quetschkommoden“ hieß das Motto des beliebten Theken-Talks, der damit in die siebte Runde ging.

Sonntag, 28.07.2013, 15:07 Uhr

„Heute Abend gibt’s richtig was auf die Ohren!“, begrüßte Gastwirt Klemens Diepenbrock am Freitag seine Gäste, denn was wäre „ Geier !Live“ ohne Musik? „Musik verbindet, kennt keine Grenzen und spricht alle Sprachen“, so Diepenbrock. „Pauken, Trompeten und Quetschkommoden“ hieß das Motto des beliebten Theken-Talks, der damit in die siebte Runde ging. Es passte einfach alles: der laue Sommerabend, interessante Gäste, ein gut gelauntes Publikum und die tolle Atmosphäre im illuminierten Wirtsgarten . Dieser allerdings bot viel zu wenig Platz für die zahlreichen Besucher.

Neben den Talk-Gästen aus drei Everswinkler Musikvereinen begeisterte erneut Michis Hausband. Michael Drees und Ralf Peters sind mit ihren fantasievollen Texten, witzigen Liedern und echtem Können immer ein Garant für gute Unterhaltung. Super kamen ihre neu interpretierten Hits wir „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller oder „Einfach nur weg“ von Johannes Oerding bei den Gästen an.

„Man kennt sie einfach“, fand Diepenbrock und meinte damit die stets gut gelaunten Mitglieder des Spielmannszuges Alverskirchen, die bei vielen Veranstaltungen durch ihre roten Uniformen und ihre stimmungsvolle Musik auffallen. Zwei von ihnen, Ludger Kemker (Pauke) und Markus Storm (Trommel), schauten im Wirtsgarten vorbei. Ein Nachwuchsproblem hat der Spielmannszug nicht. „Wir haben genügend junge Leute, nur in der Mitte hapert‘s“, so Kemker. Auch beim Tragen der neun Kilo schweren Pauke hapere es manchmal bei langen Märschen. „Dann habe ich erst mal drei Tage Rückenschmerzen. Die Frage, ob der Spielmannszug mit seinen vielen Auftritten und Proben ein Liebeskiller sei, beantwortete Storm mit einem klaren „Nein“. „Uniform macht immer sexy! Außerdem hat der Spielmannszug schon so manche Ehe hervorgebracht.“ Lange hatten die beiden überlegt, welches Lied sie mit Pauke und Trommel darbieten können und sich schließlich auf „We will rock you“ geeinigt, was die Stimmung im Biergarten anheizte.

Schon seit mehr als 30 Jahren spielen Marion Kemker und Dagmar Schulze Zurmussen Akkordeon. Beinahe genauso lange sind sie Mitglied im Orchester Musica Viva . „Wie seid ihr zu den Quetschkommoden gekommen?“, fragte Diepenbrock. „Ich wollte ein Instrument spielen, das man immer mitnehmen kann“, erklärte Kemker und schmunzelte: „Da hätte ich mir vielleicht auch etwas anderes aussuchen können“. Ein Akkordeon wiege immerhin um die zwölf Kilo. Kemker unterstrich, dass zu den 35 Musikern des Akkordeonorchesters auch Gitarristen und Schlagzeuger gehören. Von der Musik anderer Vereine unterscheidet sich „Musica Viva“ grundlegend: „Wir sind nicht so laut, aber können auch Stimmung in die Bude bringen“, so Schulze Zurmussen. Das bewiesen die beiden mit dem französischen Schunkellied „Die kleine Kneipe“.

„Zwei, die das Blasorchester Everswinkel (BOE) verkörpern, wie kaum ein anderer“, stellte Diepenbrock die Trompeter Dr. Dirk Homann und Christoph Meier vor. „Das BOE mit seinen 100 Aktiven ist immer ein Repräsentant für gute Musik, weit über die Ortsgrenzen hinaus“. Ein Leben ohne BOE, das können sich die beiden nur schwer vorstellen. „Ich bin quasi mit dem Verein verheiratet“, gestand Homann. Den Gästen brannten noch einige Fragen auf den Nägeln: „Fällt das Blasen bei viel Promille schwer?“ Das wussten die beiden Trompeter nicht so genau. Es könne aber passieren, dass man am Schützenfestmontag nachmittags keine Noten mehr lesen kann. Und ob eine Trompete erotisch sei, das komme ganz auf die Uhrzeit an. Diepenbrock, der mit „Geier!Live“ seinen ganz persönlichen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Alverskirchen und Everswinkel leisten möchte, kam zu dem Fazit: „Jeder der drei Vereine ist ganz speziell. Deshalb entsteht kein Konkurrenzdenken, alle halten zusammen und helfen einander“. Gemeinsam mit Brilon ist Everswinkel, gemessen an den organisierten Musikern, die musikalischste Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. „Wir können stolz darauf sein, drei solch aktive Vereine zu haben. Heute haben wir sechs tolle Repräsentanten erlebt“. Und die veranstalteten als krönenden Abschluss eines gelungenen Abends mit „Amazing Grace“ eine große „Jam-Session“ im Geier-Garten.

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