Neuntklässler der Verbundschule sammeln in dreiwöchigem Praktikum erste Erfahrungen im Berufsleben
Wunsch und Wirklichkeit

Everswinkel -

Drei Wochen lang konnten die Neuntklässler der Verbundschule Everswinkel in einen von ihnen ausgewählten Beruf hinein schnuppern. Im Vorhinein hatten die Lehrer die Schüler auf das Praktikum vorbereitet, indem sie die Praktikumszeit planten und die Schüler ihrerseits Bewerbungen und Lebensläufe verschickten.

Freitag, 22.11.2013, 07:11 Uhr

„Wir haben uns für ein dreiwöchiges Praktikum entschieden, da die Schüler erst einmal in dem Betrieb ankommen müssen, um auch selbstständig arbeiten zu können“, erklärt der Schulleiter der Verbundschule Hubertus Kneilmann-Uekötter. Er hofft, dass sie Schüler einen Einblick in die Berufswelt bekommen haben und ihre Belastbarkeit austesten konnten. „Vielleicht muss der ein oder andere sich nach dem Praktikum umorientieren, da die Realität oft anders ist“.

Alexandra Lindart bewarb sich um einen Praktikumsplatz in Gärtnerei Jüttner, da sie sich für kreative Arbeit und Blumen interessiert. „Außerdem habe ich mich schon immer gefragt, wie die Floristen diese schönen Sträuße binden.“ Ihr machte es viel Spaß, da sie schon selbst binden und sich auch eigenständig um das dekorieren des Landens kümmern durfte. Die 15-Jährige hat sich ihre Praktikumszeit bei Jüttner so vorgestellt, doch sie hätte nicht gedacht, dass bei einem Blumengeschäft so viel Arbeit anfällt. Sie könnte sich durchaus vorstellen, diesen Beruf später auch auszuüben.

Im Vitus-Kindergarten betreute Laura Nowinski die Kinder.

Im Vitus-Kindergarten betreute Laura Nowinski die Kinder. Foto: Ossevorth

Auch im Vitus-Kindergaren wurde eine Praktikumsstelle besetzt. Laura Nowinski bewarb sich bei ihrem alten Kindergarten und wurde auch gleich genommen. Sie arbeitete gerne mit den Kinder, kümmerte sich und spielte mit ihnen. Laura ging mit den Kindern zum Toben in die Turnhalle oder nach draußen. Auf die Frage, ob der Beruf für sie später eine Option wäre, sagt sie: „Jein. Es macht mir zwar sehr viel Spaß, aber es ist auch sehr anstrengend.“

Die Technik von Fernsehern und anderen Unterhaltunselektronik-Geräten faszinierte Tim Plettendorf im Fachgeschäft Arning.

Die Technik von Fernsehern und anderen Unterhaltunselektronik-Geräten faszinierte Tim Plettendorf im Fachgeschäft Arning. Foto: Ossevorth

Tim Plettendorff arbeitete die Zeit im TV- und HiFi-Fachgeschäft EP Arning. Er entschied im Vorhinein, dass er gerne Kunden beraten und sich mit elektronischen Geräte auseinander setzen möchte. „Es macht mir viel Spaß, da ich schon viel selbstständig arbeiten darf. Das hätte ich vorher nicht gedacht“, erzählte er in der dritten Woche. Es gab extra Praktikanten-Aufgaben: löten oder elektronische Geräte wie Fernseher und Telefone einstellen. Außerdem durfte er mit zu Außenterminen und bei Kunden Geräte mit installieren.

Das Rathaus war das Tätigkeitsfeld von Karina Beermann, die sich dort unter anderem um die Post kümmerte.

Das Rathaus war das Tätigkeitsfeld von Karina Beermann, die sich dort unter anderem um die Post kümmerte. Foto: Ossevorth

Karina Beermann hatte sich für ein Praktikum bei der Gemeinde entschieden, da sie gerne in einen Bürojob reinschnuppern wollte. „Es macht mir Spaß, da ich weiß, dass meine Arbeit gebraucht wird“, berichtete sie zwischendurch. Trotzdem möchte sie auch noch in andere Berufe reinschauen. In den ersten zwei Wochen durfte sie schon mit auf Baustellen und diese kontrollieren. Im Einwohnermeldeamt beantragte Karina Ausweise und Reisepässe und sie konnte sich auch im Bauplan-Zeichnen versuchen.

Leon Niermann war bei Zweirad Lohmann und Knauer aktiv.

Leon Niermann war bei Zweirad Lohmann und Knauer aktiv. Foto: Ossevorth

Leon Niermann fand im Fahrradgeschäft Lohmann und Knauer seine Praktikumsstelle.. Da er vor geraumer Zeit mit dem Reparieren von Zweirädern in Kontakt kam und es ihm Spaß machte, entschied er sich für dieses Praktikum. Leon konnte sich an Fahrrädern mit kleinen Mängeln versuchen und sein handwerkliches Geschick ausbauen, indem er neue Schläuche einsetzte, Pedalen befestigte oder Klingeln austauschte. „Es macht mir jetzt zwar auch Spaß, aber es wäre dann doch nicht der Beruf, den ich später ausübe möchte“.

Die Betriebe wollen den Schülern die Chance geben, Einblicke in Berufe zu gewinnen und ihre eigene Vorstellung mit der Realität zu vergleichen. Nun wird die Praktikumszeit im Unterricht reflektiert und ausgewertet. Außerdem fertigt jeder Schüler seine eigene Praktikumsmappe an.

Absolvierte in der WN-Redaktion ein Praktikum und besuchte für ihren Artikel einige der Praktikanten.

Absolvierte in der WN-Redaktion ein Praktikum und besuchte für ihren Artikel einige der Praktikanten. Foto: Sauer

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