Erweiterungsmaßnahme am St.-Agatha-Kindergarten wird aufgestockt
Schnell reagiert

Alverskirchen -

Das Problem kennt wohl fast jeder Bauherr: Mitten in der Bauphase wird plötzlich die bisherige Kostenberechnung über den Haufen geworfen. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Fehlkalkulation, Materialverteuerung, unerwarteter Mehraufwand, und, und, und. Bei der derzeit laufenden Erweiterung des St. Agatha-Kindergartens haben veränderte Rahmenbedingungen für einen Kostenaufschlag gesorgt.

Freitag, 06.06.2014, 07:44 Uhr

Mit der aktuellen Erweiterung und Optimierung der Einrichtung will die Kirchengemeinde dem gewachsenen Betreuungsbedarf Rechnung tragen und die Raumsituation verbessern. Die neuen Anforderungen sorgen für 45 000 Euro Mehraufwand , die durch das bisherige Finanzierungskonzept nicht gedeckt waren.

Auf rund 230 000 Euro belief sich bislang das Investitionsvolumen. 130 000 Euro stemmt die Kirchengemeinde. Von den übrigen 100 000 Euro tragen das Bistum und die Gemeinde gemäß Ratsbeschluss zum Haushalt 2014 jeweils die Hälfte. Inzwischen sind allerdings die neuen Empfehlungen des Landesjugendamtes zum Raumprogramm in Kindertagesstätten veröffentlicht worden. Beim Abgleich der Umbauplanung mit jenen Empfehlungen wurde der Kirchengemeinde klar, dass der Raumumfang für die auszubauende Teddy-Gruppe „noch nicht den gültigen Anforderungen für Integration und Inklusion entspricht“. Der Kirchenvorstand hat schnell reagiert: Die zusätzlichen Anforderungen sollen noch innerhalb der laufenden Baumaßnahme abgedeckt werden. Vorteil: Man kann die derzeitige Baustelleneinrichtung nutzen und vermeidet eine (kostspielige) weitere Baustelle zum späteren Zeitpunkt.

Unterm Strich fallen eben jene 45 000 Euro Mehrkosten an. Geld, das die Kirchengemeinde St. Magnus / St. Agatha so nicht hat. Das Bistum hat die modifizierte Planung begrüßt und stellte eine Beteiligung von 50 Prozent an dem Betrag in Aussicht, wenn die Gemeinde – wie schon beim 100 000-Euro-Anteil der Gesamtmaßnahme – die andere Hälfte trägt. Für den Gemeinderat war diese zusätzliche Unterstützung keine Frage. Einstimmig votierte er für die Aufstockung der gemeindlichen Unterstützung von 50 000 auf 72 500 Euro. Es war der letzte Beschluss des scheidenden Rates.

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