Schilder informieren über landwirtschaftliche Betriebe
Das Gesicht zum Hof

Alverskirchen -

Familienbetrieb statt „Agrar-Fabrik“. Namen und Gesichter statt anonyme Produktionsstätten. Transparenz statt Abschottung. Für den Landwirtschaftlichen Ortsverein Alverskirchen sind Offenheit, Information und Verbrauchernähe schon lange oberste Maxime. Diesen Weg setzen die Landwirte nun mit einer weiteren Charme-Offensive fort.

Mittwoch, 20.08.2014, 08:08 Uhr

Präsentierten die neu entwickelten Schilder für Alverskirchener Bauernhöfe: Silvia Leivermann, Christoph Gerd-Holling, Leonard, Alwin und Julius Schulze Hockenbeck sowie Josef Rüping und Josef Gerbermann (v.l.), und auch der Nachwuchs findet das Ergebnis toll.
Präsentierten die neu entwickelten Schilder für Alverskirchener Bauernhöfe: Silvia Leivermann, Christoph Gerd-Holling, Leonard, Alwin und Julius Schulze Hockenbeck sowie Josef Rüping und Josef Gerbermann (v.l.), und auch der Nachwuchs findet das Ergebnis toll. Foto: Meyer

Plakative und informative Hofschilder sollen nun Spaziergänger, Radfahrer und Autofahrer darüber informieren, wer da eigentlich die Hofstelle bewirtschaftet und wie. Die Idee wurde im vergangenen Jahr entwickelt, wie der LOV-Vorsitzende Christoph Gerd-Holling bei der Präsentation erzählt. Einen entscheidenden Impuls lieferte seinerzeit Leonard Schulze Hockenbeck, der dazu ein Anekdote erzählt: Eine junge Mutter habe im vergangenen Jahr mit ihrem Kind nahe des Hofes Kastanien gesammelt. Der Jung-Landwirt sprach die beiden an und lud sie ein, sich auch ruhig mal den Hof anzuschauen. Die Begeisterung war groß. „Das ist ein guter Moment gewesen, Kontakt zum Verbraucher herzustellen“, so Schulze Hockenbeck. Aber was ist mit jenen Leuten, die sonst so den Hof passieren?

Jeder Handwerksbetrieb verfüge über ein Hinweisschild – bei den Bauernhöfen dagegen fehle eine entsprechende Information. „Dabei produzieren wir Lebensmittel von höchster Qualität“, betont Schulze Hockenbeck. Was lag also näher, als auch sichtbar nach außen zu dokumentieren, dass sich hinter den Hofmauern keine Agrar-Fabrik befindet, sondern ein Familienbetrieb mit ausgeprägtem Qualitätsbewusstsein.

„Dem Hof ein Gesicht geben“ und „das Gesicht zum Hof“, bringen Schulze Hockenbeck und Silvia Leivermann die Intention dieser überdimensionalen Visitenkarten auf den Punkt. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Großformatige, witterungsbeständige Alu-Schilder in einheitlicher Gestaltung, auf denen zunächst der Name und das Familien-Foto ins Auge fallen, unter dem das auf allen Schildern wiederkehrende Motto zu lesen ist: „Wir leben Landwirtschaft!“. Piktogramme und Stichworte informieren zudem über die Art des Betriebes und dessen Produktion. „Das sollte sich ein bisschen abheben vom Traditionellen und modern aussehen“, kommentiert Leonard Schulze Hockenbeck die Gestaltung. „Für einige Landwirte ist das auch eine schöne Werbeplattform, zum Beispiel bei der Direktvermarktung“, wirbt Leivermann für die Teilnahme an der Aktion.

„Wir haben vor zwei Jahren schon Info-Schilder an Feldrändern aufgestellt, das ist jetzt die Fortsetzung“, so Gerd-Holling. Fast ein Dutzend Hofstellen wird bereits mit diesen Schildern ausgestattet, und der LOV hofft auf viele weitere Nachahmer in seinen Reihen. Die Aktion ist freiwillig, die Schilder sind selbst finanziert. „Ziel ist es, positive Werbung für die Landwirtschaft zu machen“, fassen Silvia Leivermann und Alwin Schulze Hockenbeck den Grundgedanken zusammen.

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