Projekt „Verkehrswerkstatt“ mit zusammenfassendem Geschäftsbericht abgeschlossen
Werkstatt geschlossen

Everswinkel -

Ein beachtlicher Ordner ist es am Ende geworden. Passend in der leuchtenden Signalfarbe Rot, prall gefüllt mit Analysen, Bildern, Karten, Protokollen, angedachten und durchgeführten Maßnahmen, und, und, und. Der Titel des Werks: „Geschäftsbericht Verkehrswerkstatt“. Es ist eine Bilanz aus vier Jahren, ein Abschluss.

Donnerstag, 02.10.2014, 08:10 Uhr

Knapp vier Jahre war die Verkehrswerkstatt in Betrieb und beschäftigte sich mit problematischen Verkehrssituationen, insbesondere auf der Nord-Süd-Achse. Jetzt ist das Projekt abgeschlossen worden.
Knapp vier Jahre war die Verkehrswerkstatt in Betrieb und beschäftigte sich mit problematischen Verkehrssituationen, insbesondere auf der Nord-Süd-Achse. Jetzt ist das Projekt abgeschlossen worden. Foto: Meyer

„Wir haben sehr viele intensive Gespräche geführt“, vieles sei angestoßen worden – mit diesem Bericht werde das Kapitel „ Verkehrswerkstatt “ nun abgeschlossen, erklärte Amtsleiter Thomas Stohldreier im jüngsten Planungsausschuss.

„Besonders beeindruckend finde ich das Maßnahmenpaket, was alles umgesetzt wurde“, zog Bürgermeister Ludger Banken ein zufriedenes Fazit jenes Gremiums, das aus der verkehrlich unbefriedigenden Situation an der Nord-Süd-Achse heraus gegründet wurde. Zahlreiche Beschwerden von Anwohnern über die Lärm- und Abgasbelastung sowie eine mangelnde Sicherheit an der Linie Bahnhof-, Warendorfer-, Berg- und Sendenhorster Straße waren der Auslöser gewesen. Zwar hatte es seit 1995 immer wieder Maßnahmen und Ansätze zur Verbesserung der Verkehrssituation in jenem Bereich gegeben, und auch Planungsbüros waren eingeschaltet worden – letztendlich aber ohne nachhaltige Erfolge. Nach einem Ideen-Mining unter Beteiligung der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Uni Münster im Juni 2010 nahm die vom Planungsausschuss legitimierte Verkehrswerkstatt am 23. November 2010 ihre Arbeit auf.

Nun, vier Jahre später, ist Schluss. Ein Ende mit gemischten Gefühlen, wie auch im Planungsausschuss deutlich wurde. „Wenn man ein zeitlich befristetes Projekt ins Leben ruft, sollte man es auch irgendwann zum Abschluss bringen“, setzte der Bürgermeister einen Punkt. Marc Schmidt ( SPD ) bedauerte den Schnitt; er hätte das Gremium lieber weiterarbeiten sehen. „Es ist vieles versucht worden, vieles in Angriff genommen worden“, am Ende sei aber auch „Frust bei den Anwohnern geblieben, weil nicht wirklich viel bewegt werden konnte“, resümierte der SPD-Vorsitzende Dr. Wilfried Hamann mit Blick vor allem auf die Nord-Süd-Achse.

Sinn und Wert der Verkehrswerkstatt wurden von keiner Ratsfraktion in Frage gestellt. „Die Stimmung war anfangs sehr aufgeladen bei den Anwohnern“, und deshalb sei die Einrichtung der Verkehrswerkstatt, um alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, „eine sinnvolle Sache“ gewesen, erklärte Grünen-Fraktionssprecher Karl Stelthove. Und auch FDP-Fraktionsführer Peter Friedrich erinnerte sich an die schwierige Phase. „Es war nicht immer ein Vergnügen, und zum Teil war es am Anfang auch grenzwertig“, rekapitulierte er die Atmosphäre und dankte Stohldreier für die Moderation „gerade in der hektischen Anfangsphase“.

Das Projektende jetzt konnten Friedrich und CDU-Fraktionschef Dirk Folker gut nachvollziehen. „Es ist intensiv gearbeitet und viel geredet worden, auch wenn es nicht immer der große Wurf war“ – aber nun sei der Punkt zum Abschluss gekommen, so Friedrich. Bürgerbeteiligung sei sinnvoll, aber ein zeitlich begrenztes Projekt sollte auch irgendwann beendet werden, merkte Folker an. „Wenn man weiß, dass es endlos ist, macht es keinen Sinn.“

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