Kreative Raum-Zwischennutzung im Verkehrsverein
Kunst statt Kataloge

Everswinkel -

Manch ein Besucher wird sich verwundert umgeschaut haben, als er in den vergangenen Tagen den Verkehrsverein aufgesucht hat. Wo noch vor wenigen Wochen ein Reisebüro mit Schreibtisch und Katalogen angesiedelt war, stehen jetzt Staffeleien mit Acrylbildern. Der Verkehrsverein ist zwar auf der Suche nach einem neuen Mieter, dennoch zeigte man sich dort sofort angetan von der Idee, den Raum für eine kreative Zwischennutzung zur Verfügung zu stellen.

Freitag, 07.11.2014, 07:11 Uhr

Farbtupfer im Verkehrsverein: Karin Wichmann, Monika Berlth und Susanne Müller (v.l.) stellen derzeit im freien Bereich des früheren Reise
Farbtupfer im Verkehrsverein: Karin Wichmann, Monika Berlth und Susanne Müller (v.l.) stellen derzeit im freien Bereich des früheren Reise Foto: Meyer

Der Gedanke, leerstehende Ladenlokale so lange zu nutzen, bis sie wieder vermietet werden können, ist nicht neu. In Wuppertal zum Beispiel wurden Dinner-Abende darin angeboten, und es gab für eine gewisse Zeit die Dauerausstellung „Gerüch(t)eküche“ mit eingedeckten Küchentischen der unterschiedlichen Kulturen im Quartier. Denkbar sind in solchen Räumen aber auch kleine Veranstaltungen, Lesungen oder eben Ausstellungen wie jetzt hier.

Die drei Hobbykünstlerinnen Karin Wichmann , Monika Berlth und Susanne Müller malen seit Jahren bei der Freckenhorster Künstlerin Barbara Oestreich und freuen sich natürlich, derzeit eine kleine Auswahl ihrer Werke ausstellen zu können. Die eigentliche Aufgabe der kurz- bis mittelfristigen Zwischennutzung ist es natürlich, leerstehende Ladenlokale einer neuen Nutzung zuzuführen, sprich wieder zu vermieten, damit ein Ort nicht an Reiz verliert, sondern weiterhin für Bewohner und Besucher attraktiv bleibt. Und so müssen die drei Frauen jederzeit damit rechnen, ihre Staffeleien und Bilder einpacken zu müssen, wenn ein neuer Mieter der Räumlichkeiten einziehen möchte. Aber vielleicht fände sich dann ja ein anderer Ladenbesitzer, der sein Lokal eventuellen Interessenten in ansprechender Form darbieten möchte. „Und wer weiß - möglicherweise macht dieses Experiment ja Schule und trägt zur optischen Aufwertung des einen oder anderen Straßenzuges bei“, so Susanne Müller.

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