Grüne kritisieren geplante Neupflasterung der Magnusplatz-Zufahrt
„Brutaler Eingriff ins Ortsbild“

Everswinkel -

„Fast still und heimlich soll über die Neupflasterung der Straße Am Magnusplatz entschieden werden“, beklagt der Sprecher des Ortsverbandes der Grünen, Frank Winkler. Als letzter Tagesordnungspunkt nach den Beratungen zum Baugebiet „Königskamp II“ solle in der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwochabend (11. März, 18 Uhr, Landhaus Bisping in Alverskirchen) über eine „wichtige zentrale ortsgestalterische Angelegenheit“ ein Beschluss gefasst werden.

Mittwoch, 11.03.2015, 07:03 Uhr

Der Vorschlag der Verwaltung sei eine Neupflasterung mit grauen Rumpelpflaster und dunklem Betonpflaster für die Parkplätze. „Damit ist der Anfang der Zerstörung des schönen Ortsbildes gemacht. Bei der Anordnung des derzeitigen Pflasters haben sich die Stadtplaner etwas gedacht“, betont Winkler . Die roten Pflasterlinien verliefen gradlinig von Ost nach West und Nord nach Süd und würden die Straßen des Historischen Vierecks verbinden. Die durch die Linienkreuzungen erzeugten Vierecke unterstützten die Darstellung der geschichtliche Anordnung des Ortskerns. „Mit dem Eingriff der geplanten Neupflasterung wird damit brutal in das Ortsbild eingegriffen. Und das für einige wenige Parkplätze.“

Die Grünen hätten in der Vergangenheit die Maßnahmen kritisiert und Alternativen aufgezeigt, heißt es weiter in der Pressemeldung. „Gegen jede Logik meinen die Befürworter der Parkplatzplanung eine vernünftige Lösung gefunden zu haben. Dabei muss es doch einleuchten, dass ein Angebot von acht Stellplätzen schnell erschöpft ist. Ein unnötiger Wendeverkehr erzeugt nicht nur erhöhtes Verkehrsaufkommen, sondern bringt auch eine Gefährdung der Fußgänger und Radfahrer mit sich.“ Statt die geplanten Kosten von 84 000 Euro in eine „unsinnige und Ortsbild zerstörerische Umgestaltung“ zu stecken, regen die Grünen eine Neuordnung der Parkplätze auf dem Parkplatz Brunnenstraße an, die nach einer Kalkulation nur 25 700 Euro kosten würde.

„Soll das Auto unseren Ortskern dominieren? Wir sagen entschieden nein“, bekräftigt die Grünen-Fraktion. Eine angenehme Aufenthaltsqualität mit Gelegenheit des Verweilens, der Kommunikation und für Kinderspiele sei auch für die Geschäftswelt ein Gewinn. „Andere Orte haben dies längst erkannt und den Mensch wieder in den Mittelpunkt ihrer Stadtplanung genommen.“

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