Baum des Jahres hat im „Große Kamp“ seinen Platz
Idealer Straßenbegleiter

Alverskirchen -

Samstags haben der Gemeindegärtner und die Mitarbeiter des Bauhofes in der Regel frei. Aber was macht man, wenn der Tag des Baumes eben ausgerechnet auf einen Samstag fällt? Ganz einfach: Man pflanzt ihn einfach vorher.

Dienstag, 28.04.2015, 07:04 Uhr

Die Info-Stele verrät dem Betrachter: Bei dem Feldahorn am Nordrand der noch unbebauten Wiese im Baugebiet Große Kamp handelt es sich um den Baum des Jahres.
Die Info-Stele verrät dem Betrachter: Bei dem Feldahorn am Nordrand der noch unbebauten Wiese im Baugebiet Große Kamp handelt es sich um den Baum des Jahres. Foto: Meyer

Und so konnten sich die Bewohner des Baugebietes Große Kamp schon vor dem Tag des Baumes darüber informieren, welches Gehölz denn in diesem Jahr ganz besonders in den Fokus gerückt wird. Es ist der Feldahorn . Eine von der Gemeinde bereits installierte Info-Stele fasst dessen wichtigste Daten zusammen.

Der Feldahorn ist eine von drei Ahornarten, die in ganz Deutschland vorkommen. Zudem sind der Bergahorn und der Spitzahorn weit verbreitet. „Gut geeignet ist der Feldahorn als Straßenbaum, da er langsam wächst und nicht so groß wird, wie andere Ahornarten“, erläutert Umweltberater Bernd Schumacher von der Gemeinde. „In Everswinkel wird er auch im Möllenkamp als Straßenbaum eingesetzt.“

Weltweit kennt man rund 150 Ahornarten. Im Volksmund wird der Feldahorn, der nur selten eine Höhe von mehr als zehn Metern erreicht, als „Maßholder“ bezeichnet. Ein Hinweis auf den holunderartigen Wuchs und die frühere Verwendung als Speisebaum, denn die Blätter wurden wie Sauerkraut zubereitet und das Laub auch als Viehfutter verwendet. Der in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Europas und Ostasien beheimatete Baum gilt als wärmeliebend. „In der freien Natur ist er häufig an Waldrändern und in Hecken zu finden“, so Schumacher. Zudem ist er oft aber auch in Gärten und Parks als frei stehender und mehrstämmiger Zierbaum anzutreffen. Der Baum ist ein wertvolles Vogelschutzgehölz und eine Deckungspflanze in der offenen Landschaft.

Mit seinem verzweigten Wurzelsystem gedeiht er auch auf nährstoffärmeren Böden zurecht. Mit den in Rispen stehenden Blüten lockt er im Zeitraum April-Mai Bienen und Schmetterlinge an. Die Früchte im September kennen viele Kinder, denn die geflügelten Spaltfrüchte drehen sich – wenn man sie in die Luft wirft, wie Propeller zu Boden. Auch sein Holz ist nicht unbekannt – zumindest, wenn man Musiker ist. Das schwer zu bekommende, teure und wegen der geringen Dimensionen meist nur für kleinere Kunsttischlerei-Objekte und Gebrauchsgegenstände geeignete Feldahorn-Holz wird nämlich auch für den Bau von Blasinstrumenten verwendet.

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