Klasse 8a der Verbundschule besucht Anne-Frank-Ausstellung in Ostbevern
Spannend und traurig zugleich

Everswinkel -

„Ich fand die Ausstellung sehr informativ und einen originalen Judenstern habe ich auch gesehen. Was mir noch gefallen hat, dass man wirklich alles gut verstanden hat.“So lautete das Fazit von Oguzhan aus der Klasse 8a der Verbundschule Everswinkel. Die besuchte am vergangenen Donnerstag die Ausstellung „Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in der Loburg in Ostbevern.

Dienstag, 08.09.2015, 11:09 Uhr

Ismails Kommentar nach dem Besuch: „In der Anne-Frank-Ausstellung waren viele Bilder, Videos und Ausstellungsstücke. Ich habe viel erfahren, und es hat sich gelohnt. Auch eine Kopie von Annes Tagebuch war in einer Vitrine ausgestellt.“

Zwei Oberstufenschülerinnen, Kathrin und Madita, begleiteten die Jungen und Mädchen in zwei Gruppen durch die einzelnen Stationen. Fragen zur Judenverfolgung, dem Nationalsozialismus und der Zeit nach dem Krieg wurden beantwortet und die Schülern konnten sich selbstständig informieren. Vor den Sommerferien hatte die Klasse 8a ein Projekt über Anne Frank erarbeitet. Jetzt konnten sie etwa durch großformatige Fotos das Versteck im Hinterhaus „erleben“.

„Ich habe noch mehr über Anne Frank erfahren, als ich schon wusste. Otto Frank hat nach dem Krieg noch mal geheiratet und einige KZ-Insassen blieben nach der Befreiung noch im KZ, weil sie nicht wussten, wohin sie gehen sollten“, so Angelina. Björns Feedback am Ende der zwei Stunden: „Die beiden Schülerinnen haben uns alles gut erklärt. Anne Frank hat in einer spannenden Zeit gelebt und zugleich ist es eine traurige jüdische Geschichte“.

Fotos und Dokumente veranschaulichten das Schicksal von Anne Frank.

Fotos und Dokumente veranschaulichten das Schicksal von Anne Frank.

Die Ausstellung hatte aber noch einen weiteren aktuellen Aspekt. „Wer bin ich?“, „Wie denke ich über andere?“, „Was ist ein Migrant?“ Diese Fragen wurden durch kurze Filme, Fragen und Erklärungen illustriert und an die Schüler weitergegeben. Mit Erfolg. „Wir haben nicht nur etwas über Anne Frank erfahren, sondern auch etwas über uns. Schnell urteilen wir über andere, ohne darüber nachzudenken. Ich würde gerne wieder in die Ausstellung gehen, weil es gut war viel über das Leben von Anne und mir zu erfahren“, lautete Ebrus Kommentar.

Der Bustransfer zur Ausstellung wurde gesponsert von der Sparkasse Münsterland Ost . Diese hatte schon vor Monaten der Schule einen Betrag zukommen lassen für Ausstellungsbesuche zu Museen oder anderen Orten.

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