Informationsabend der Osteoporose-Selbsthilfegruppe mit zwei Referenten
Bewegung und richtige Ernährung

Everswinkel -

„Osteoporose ist die häufigste Stoffwechselerkrankung des Knochensystems, die vorwiegend im höheren Erwachsenenalter auftritt“, unterstrich Dr. Corinna Meiser die Notwendigkeit, sich rechtzeitig über diese Krankheit zu informieren. Meiser ist Radiologin am Universitätsklinikum Münster und war von der Osteoporose-Selbsthilfegruppe Everswinkel zu einem Info-Abend eingeladen worden.

Dienstag, 22.09.2015, 07:09 Uhr

Bärbel Schwinning Vorstandsmitglied der Osteoporose-Selbsthilfegruppe Everswinkel (r.) konnte Dr. Corinna Meiser von der Uni-Klinik Münster und Dieter Debus, Vorsitzender des „Landesverbandes Osteoporose“, zum Info-Abend begrüßen.
Bärbel Schwinning Vorstandsmitglied der Osteoporose-Selbsthilfegruppe Everswinkel (r.) konnte Dr. Corinna Meiser von der Uni-Klinik Münster und Dieter Debus, Vorsitzender des „Landesverbandes Osteoporose“, zum Info-Abend begrüßen. Foto: Wehmeyer

Mehr als 40 Interessierte konnte Bärbel Schwinning vom Vorstand der Selbsthilfegruppe zu diesem Vortrag im Ratssaal begrüßen. „Die Verringerung der Knochendichte als Merkmal der Osteoporose entwickelt sich über Jahre hinweg, bevor es zu ersten Knochenbrüchen kommt“, erläuterte die Medizinerin. Deshalb sei es wichtig, dass beispielsweise bei Rückenschmerzen auch an die Osteoporose gedacht wird.

Die so genannte DXA-Messung gebe Aufschluss über die Knochendichte und damit gegebenenfalls Hinweise auf das Stadium der Krankheit. Davon hänge dann auch die Therapie ab. Als Risikofaktoren nannte Meiser Calcium- und Vitamin D-Mangel, Bewegungsmangel und zu geringes Körpergewicht.

Aber auch die Einnahme von hoch dosierten Medikamenten über einen längeren Zeitraum und erbliche Vorbelastungen würden die Krankheit begünstigen. Bewegung und Ernährung waren die Schlüsselbegriffe, die die Referentin im Zusammenhang mit der Prävention aufzeigte. „Muskeln und Knochen sind Organe, die sich bis in das hohe Alter trainieren lassen“, appellierte sie an ihre Zuhörer. Dies müsse regelmäßig und dauerhaft geschehen und diene so auch der Sturzprävention. Calcium, Spurenelemente, Vitamine und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr seien zudem wichtige Faktoren bei der Ernährung. Als Calcium-Räuber bezeichnete Meiser den Alkohol- und Tabakkonsum, fett- und salzreiche Kost sowie die Phosphate in Wurst, Fleisch und Schmelzkäse.

Dieter Debus, Vorsitzender des Landesverbandes für Osteoporose e.V., warb bei den Anwesenden für eine Mitgliedschaft bei der Selbsthilfegruppe. „Wir vermitteln Wasser- und Trockengymnastik und helfen bei den Abrechnungen mit den Krankenkassen“, führte er Beispiele für die Unterstützung an.

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