„In der Entfernung liegt die Wahrheit“
Ein Roman mit Münsterland-Bezug

Everswinkel -

„Ich bin ein bisschen nervös“, gestand Christine Schniedermann vor ihrer ersten Lesung am Montagabend im Gasthof Arning. Unter ihrem Pseudonym Lene Steening veröffentlichte Schniedermann ihren ersten Roman „In der Entfernung liegt die Wahrheit“.

Mittwoch, 23.03.2016, 06:03 Uhr

Christine Schniedermann stellte in Everswinkel ihren Roman „In der Entfernung liegt die Wahrheit“ vor.
Christine Schniedermann stellte in Everswinkel ihren Roman „In der Entfernung liegt die Wahrheit“ vor. Foto: Schniedermann

Rund 20 Zuhörer, aber vor allem Zuhörerinnen, waren gekommen, um erste Eindrücke über den Romans zu gewinnen. Die Liebes-, beziehungsweise Familiengeschichte spielt im Münsterland, dort wo die Autorin auch selbst aufgewachsen ist und sich dem entsprechend gut auskennt. Denn, „ Münsterlandkrimis gibt es ja schon einige, aber eine Liebes- oder Familiengeschichte, die hier spielt, kenne ich noch nicht“, begründet Schniedermann ihre Entscheidung, die Handlung im Münsterland stattfinden zu lassen.

Aus der zufälligen Begegnung von Pauline Große Lindhorst und Jan Hoff in einem Fahrstuhl entwickelt sich im Laufe des Romans mehr. Denn Jan möchte Pauline wiedersehen und so kommt es, dass sie sich in einem kleinen Café in Hamburg wiedertreffen. Beide haben gemeinsame Interessen und verstehen sich auf Anhieb. Doch nach Paulines Rückkehr ins Münsterland meldet sich Jan nicht wie erwartet bei ihr.

Da Pauline noch bei ihren Eltern lebt, merkt ihre Mutter Maria sofort, dass etwas mit ihrer Tochter nicht stimmt. Bei einem gemeinsamen Frühstück in einem Bauernhofcafé erzählt Pauline ihr von ihrer Begegnung mit Jan und der Frage die sii quält, „Warum ruft er nicht an?“. Maria versucht die Geschehnisse von der positiven Seite zu sehen, doch als sie den Namen des Traummanns erfährt, reagiert sie geschockt, denn das würde alles aufdecken, denkt sie. Was genau Maria befürchtet, müsse der Leser selbst herausfinden. Doch wie es Jan gehe, werde sie verraten, so Schniedermann.

Denn Jan, der in Hamburg lebt, hat eigentlich eine Freundin, Pia. Doch ständig denkt er an Pauline und merkt, dass ihm Pia auf die Nerven geht und er nicht länger mit ihr zusammen sein möchte. Grund genug Pauline endlich anzurufen, wäre da nicht Paulines Chef, Jans Vater, mit dem er jahrelang keinen Kontakt hatte.

Gibt es am Ende eine Beziehung zwischen Jan und Pauline oder steht die Vergangenheit und die Familie den Beiden im Weg? - Diese Frage bleibt während der Lesung offen, der Roman allerdings, liefert die Antwort auf diese und viele weitere Fragen. So zum Beispiel auch, was genau das Buch zu einem Münsterland-Roman macht?

„Ich beschreibe neben dem Prinzipalmarkt in Münster, der Lambertikirche und dem Wochenmarkt auch eine Tapasbar, in die ich selber oft gehe“, so die Autorin auf die Frage, welche Orte aus dem Münsterland sie denn eingebaut hätte. Auch das Bauernhofcafé, in dem die Romanfiguren Pauline und Maria frühstücken, sei angelehnt an ein Café in der Nähe von Everswinkel. Genauso wie auch das Kloster Gerleve eine Rolle in „In der Entfernung liegt die Wahrheit“ spiele.

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