Familien- und Sozialausschuss informiert sich im Haus St. Vitus
Weitere Ehrenamtliche sind willkommen

Everswinkel -

Informationen zum Vitusheim aus erster Hand und direkt vor Ort bekamen die Mitglieder des Familien- und Sozialausschusses in ihrer jüngsten Sitzung, die diesmal in den Räumen der Einrichtung stattfand. Lothar Berth stellte das seit 1982 bestehende und früher im ehemaligen Krankenhaus untergebrachte Haus St. Vitus vor. Seit 2007 ist der gebürtig aus Ochtrup stammende Erzieher und Heilpädagoge Leiter der Einrichtung.

Donnerstag, 22.09.2016, 07:09 Uhr

Das Haus St. Vitus war Sitzungsort für den Familien- und Sozialausschuss. Die Kommunalpolitiker erhielten vor Ort aktuelle Informationen über die Einrichtung.
Das Haus St. Vitus war Sitzungsort für den Familien- und Sozialausschuss. Die Kommunalpolitiker erhielten vor Ort aktuelle Informationen über die Einrichtung.

„Der Trend geht dahin, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu forcieren“, erklärte Berth mit dem Hinweis auf die vielen Kontakte der Behinderten nach außen und auf die Unterbringung in kleineren Wohneinheiten mit betreutem Wohnen. Im Haus St. Vitus selbst als stationärem System sind derzeit 25 Bewohner untergebracht, dazu kommen 14 Personen im Wohngruppen-Haus an der Bergstraße und sechs weitere im Objekt am Feuerwehrhaus. Die Frage, ,wie wohnen denn behinderte Menschen?‘, beantworte er gerne so: „Das ist nicht anders als bei Ihnen zu Hause.“ So arbeiten die Bewohner an verschiedenen Standorten der Freckenhorster Werkstätten, dann nach der Heimkehr eine Kaffeestunde einlegen und sich um Dinge wie Einkäufe und das Putzen der eigenen vier Wände kümmern. Verschiedene Kursusangebote, Mal-, Musik- und Sportgruppen sorgen für Abwechslung im Alltag.

Eine wichtige Stütze sei der Förderverein Haus St. Vitus, der viele ermögliche wie Anschaffungen oder Freizeit- und Urlaubsmaßnahmen. Etwa zwei Dutzend Ehrenamtliche helfen derzeit mit, weitere sind erwünscht. „Wenn Sie jemanden wissen, der soll sich bei mir melden. Es gibt total viele Aufgaben, die man übernehmen kann“, so Berth in Richtung der Ausschussmitglieder. Allein schon der Kontakt mit Ehrenamtlichen sei für die Bewohner „ein wesentlicher Gewinn“. Auch Behinderte selbst könnten ehrenamtlich tätig werden, machte der Hausleiter klar. Selbst die kleinste Beteiligung sei positiv und stärke das Selbstwertgefühl. Insgesamt, so schloss Berth, müsse in der Gesellschaft allgemein „das Verständnis für Menschen mit Behinderung noch weiter wachsen“.

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