SPD-Landtagsabgeordnete Watermann-Krass zu Besuch in der Verbundschule
„Möglichst wenig an Schulform ändern“

Everswinkel -

Eigentlich könnte es für die Verbundschule Everswinkel nicht besser laufen, sind sich Rektor Hubertus Kneilmann und Konrektor Martin Wachter sicher. Bei einem Treffen mit der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass, an dem auch Bürgermeister Sebastian Seidel, Schulamtsleiter Thomas Stohldreier sowie Irene Meier (SPD) vom Schulausschuss teilnahmen, war unter anderem die Zukunft der 2009 gegründeten Verbundschule das Thema.

Dienstag, 08.11.2016, 11:11 Uhr

Gedankenaustausch zum Thema Verbundschule: Bürgermeister Sebastian Seidel, Irene Meier (SPD-Ratsfrau), Konrektor Martin Wachter, MdL Annette Watermann-Krass, Schulleiter Hubertus Kneilmann und Amtsleiter Thomas Stohldreier (v.l.).
Gedankenaustausch zum Thema Verbundschule: Bürgermeister Sebastian Seidel, Irene Meier (SPD-Ratsfrau), Konrektor Martin Wachter, MdL Annette Watermann-Krass, Schulleiter Hubertus Kneilmann und Amtsleiter Thomas Stohldreier (v.l.).

„Wir sind jetzt vierzügig im dritten Jahr, wir haben zehn Hauptschul- und 14 Realschulklassen. Vor allem die Realschule ist stark nachgefragt“, erläuterte Kneilmann . Eine öffentliche Realschule zu besuchen – diese Möglichkeit gebe es im Kreis Warendorf nur noch an der Verbundschule . 78 Prozent aller Verbundschüler haben im Schuljahr 2015/16 hier ihre Fachoberschulreife absolviert. Gut angenommen würden außerdem die Stunden im 60-Minuten-Takt, die mehr Ruhe in den Unterricht brächten. Der Offene Ganztag werde zurzeit von 34 Schülern besucht, allerdings haben alle Schüler in der Mensa die Möglichkeit zu einem warmen Mittagessen.

Es gebe 25 Förderschüler, denen die Lehrer aufgrund der guten Personalsituation gerecht werden könnten. 2,5 Stellen wurden für den Inklusions-/Förderbereich geschaffen. „Die Herausforderung der Inklusion ist für die Lehrerschaft da, aber als Team kann der gemeinsame Unterricht nach und nach umgesetzt werden“, erklärte Watermann-Krass. Stohldreier sieht das ähnlich. „Förderkinder müssen, wo immer möglich, wie selbstverständlich dazugehören.“

Neben der pädagogischen Arbeit war auch die Veränderung der Schulformen ein Thema, heißt es in der SPD-Presseinformation. Das Schulgesetz sehe vor, dass sich ab August 2020 auf die 565 Schüler starke Verbundschule ab der 5. Klasse aufbauend eine Sekundarschule entwickeln solle. Aber sowohl Schulleitung als auch Verwaltung äußerten den Wunsch, möglichst wenig an der aktuellen Schulform der Verbundschule zu ändern. Bürgermeister Seidel machte deutlich, wie wichtig ein weiterführendes Schulangebot in der Sekundarstufe I vor Ort sei. „Unsere Verbundschule strahlt in die Region und ist auch für die heimische Wirtschaft ein großer Gewinn.“ Aktuell genieße die Schule, dass es Zulauf aus allen umliegenden Ortschaften gebe. „Ich nehme gerne die Sicht der Schulleitung und Verwaltung mit in den Landtag“, versprach Watermann-Krass. „Ich werde mich in Düsseldorf dafür einsetzen, dass die spezielle Situation in der Region berücksichtigt wird“.

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