Nachverdichtung an der Everswinkeler Straße
Ein klassisches Beispiel

Alverskirchen -

Es ist wohl ein klassisches Beispiel für eine Nachverdichtung. Ein fast 1 500 Quadratmeter großes Grundstück, fast 60 Meter tief, bebaut mit einem älteren Wohnhaus sowie Schuppen und einer Art Feldscheune. Dazu noch reichlich Freiraum. Nach einem Erbfall machen sich die Eigentümer des Grundstücks an der Everswinkeler Straße 5 Gedanken über eine sinnvolle Nachnutzung der Fläche. Dienstagabend landeten die Überlegungen im Bezirksausschuss.

Donnerstag, 16.03.2017, 11:03 Uhr

Ein großes Grundstück und viel Platz: Die Erbengemeinschaft möchte hinter diesem Wohnhaus an der Everswinkeler Straße eine weitere Baumöglichkeit erreichen.
Ein großes Grundstück und viel Platz: Die Erbengemeinschaft möchte hinter diesem Wohnhaus an der Everswinkeler Straße eine weitere Baumöglichkeit erreichen. Foto: Klaus Meyer

Die Eigentümer würden laut Schreiben an die Gemeindeverwaltung am liebsten eine Teilung des Grundstücks und eine Änderung des Bebauungsplans erreichen, mit dem Ziel, dass auf dem hinteren Grundstücksteil ein weiteres Gebäude errichtet werden kann. Derzeit ist nur eine Bebauung entlang der Straße möglich. Die Erschließung würde über eine gemeinsame Zufahrt für beide Grundstücke erfolgen (derzeit noch Fuß- und Radweg). Für die Bebauung gebe es bereits verschiedene Interessenten.

Die Gemeindeverwaltung ist grundsätzlich an sinnvoller und verträglicher Nachverdichtung in alten Siedlungslagen interessiert und hat in diesem Fall umgehend das Planungsbüro Tischmann und Schrooten eingeschaltet. Planer Dirk Tischmann signalisierte zu diesem frühen Zeitpunkt, zu dem noch keine konkrete Planung vorliegt, „man kann durchaus über eine zusätzliche Baumöglichkeit nachdenken, es gibt Entwicklungspotenzial“.

Korrespondierend zur umliegenden Bebauung sei eine eineinhalb- bis zweigeschossige Bauweise denkbar. Tischmann regte an, nicht einfach ein großes Baufeld auszuweisen, sondern einen Baubereich konkret abzugrenzen. Zudem sollte die Zahl der Wohneinheiten auf maximal vier beschränkt werden, um den Ansprüchen der Erschließung (Parkplätze) und der Nachbarschaft gerecht zu werden.

Der Bezirksausschuss gab die Frage der Bebauungsplanänderung mit einstimmiger Empfehlung an den Planungsausschuss weiter. „Das ist sicher ein spannendes Thema, wir haben ja in den vergangenen Monaten öfter über Nachverdichtung gesprochen“, klappte Ausschussvorsitzender André Gerbermann die Akte zur Weitergaben ans nächste Gremium zu.

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