Versammlung der DJK Rot-Weiß Alverskirchen
100 000 Euro für den Anbau

Alverskirchen -

Da haben sich die Sportler der DJK Rot-Weiß Alverskirchen einiges vorgenommen: Bis zu 100 000 Euro – finanziert über einen Kredit – möchte der Sportverein in seine Sportstätten investieren. Konkret geht es um einen Anbau an das Sportheim, in dem ein barrierefreier Mehrzweckraum mit Lager und kleinen Umkleiden, überwiegend für Fitnesskurse, entstehen soll.

Montag, 27.03.2017, 09:03 Uhr

 Der Vorstand der DJK Rot-Weiß Alverskirchen möchte den Anbau an das Sportheim in
 Der Vorstand der DJK Rot-Weiß Alverskirchen möchte den Anbau an das Sportheim in Foto: Andreas Engbert

Mit der Entscheidung folgte die Mitgliederversammlung am Freitagabend dem Vorschlag des Vorstandes. Der Verein reagiert so auf Entwicklungen bei den Mitgliederzahlen. Denn während die Gesamtzahl der Mitglieder mit aktuell 881 nahezu stabil bleibt, ist die Anzahl der Fußballer eher gesunken, während die Bereiche um Fitness und Reha-Sport einen regelrechten Boom erleben. Eine Entwicklung, die die Mitglieder mit Blick auf demografische Entwicklungen auch für die Zukunft prognostizieren.

Bereits 2012 und 2013 habe sich der Verein mit Anträgen bezüglich eines Anbaus an das bestehende Sportheim an die Stadt gewandt und mit Verweis auf die finanziell angespannten Lage der Stadt eine Absage erhalten, erläuterte der Vorsitzende Andreas Lüpkes den Verlauf der Idee. „Die finanzielle Haushaltslage ist immer noch schlecht, aber unser Bedarf auch weiterhin ungebrochen“, fasste der Vorsitzende zusammen, dass trotz weiterer Gespräche noch keine Lösung gefunden wurde. So hat der Vorstand beschlossen, das Heft selbst in die Hand zu nehmen: „Zur Not stemmen wir’s dann halt alleine. Weil wir glauben, ohne diesen Raum ist die Zukunftsfähigkeit unseres Vereins gefährdet.“

Ob die Sportler den Anbau alleine stemmen müssen, steht jedoch noch nicht fest. Wenn der Bedarf ermittelt werde und genaue Zahlen feststünden werde der Rat darüber beraten, vermochte Bürgermeister Sebastian Seidel keine konkrete Aussage zu treffen und machte dem Verein auch nicht viele Hoffnungen: „Jetzt ist es so, dass wir uns solche Dinge nicht mehr einfach aus der Portokasse leisten können.“

Auch wird der Verein versuchen, über weitere Wege an Zuschüsse zu gelangen oder beispielsweise ein Crowd-funding-Projekt zu starten.

Nicht nur die zu erwartenden Kosten des Anbaus, auch die steigenden Kosten in allen Bereichen (allein die Kontoführungsgebühren werden laut Kassiererin Cornelia Lauhoff zukünftig einen vierstelligen Betrag verschlingen) haben den Vorstand veranlasst, der Versammlung eine Erhöhung der Beiträge vorzuschlagen. Nach kurzer Diskussion stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit für eine Erhöhung der Beiträge um Beträge – je nach Abteilung – zwischen 50 Cent bis zwei Euro im Monat.

Auf mehr Schultern wird sich künftig die Vorstandsarbeit verteilen. Mit Judith Bäumer, Joachim Badde und Dominik Rielmann wurden gleich drei neue Beisitzer gewählt. Der zweite Vorsitzende Frank Wiesmann und Geschäftsführerin Manuela Droste-Schwinhorst wurden wiedergewählt. Außerdem wurden Fußball-Jugendobmann Bernd Bredenbröcker sowie die Jugendausschussvorsitzenden Lion Geßmann und Henri Vogt bestätigt.

Begonnen hatte die Versammlung mit dem Jahresrückblick, in dem die Feiern zum 50-jährigen Bestehen des Vereins im Mittelpunkt standen. Auch in diesem Jahr feiern die DJKler wieder ein Jubiläum: Die 25. Auflage des Ausber-Cups wird ausgerichtet.

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