Diskussion um Nord-Süd-Achse: Verkehrsbelastungen beklagt
Feinstaub-Grenzwerte kein Problem

Everswinkel -

Im Zuge der Überlegungen zu einer weiteren Geschwindigkeitsreduzierung auf der Nord-Süd-Achse und Messungen auf der Bergstraße hatte sich eine Anwohnerin der Bahnhofstraße an den Hauptausschuss gewandt, um eine Messung der Lärm- und Feinstaubbelastung zu beantragen. Sie führt darin aus, dass eigene Messungen mit einem Schallpegelmessgerät eine Überschreitung der Grenzwerte ergeben hätten.

Dienstag, 28.03.2017, 09:03 Uhr

Lärm- und Feinstaub-Messungen an der Bahnhofstraße werden aus der Anwohnerschaft gewünscht. Die Verwaltung prüft derzeit mit dem Kreis die Möglichkeiten der Geschwindigkeitsreduzierung.
Lärm- und Feinstaub-Messungen an der Bahnhofstraße werden aus der Anwohnerschaft gewünscht. Die Verwaltung prüft derzeit mit dem Kreis die Möglichkeiten der Geschwindigkeitsreduzierung. Foto: Günther Wehmeyer

Der Verkehr habe in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen, und ein ruhiges Leben sei nicht mehr möglich, macht jene Anwohnerin deutlich. „Wie lange müssen wir die Lärm- und Feinstaubbelastung noch ertragen“, fragt sie. Ein Lkw oder ein landwirtschaftliches Fahrzeug erzeuge nicht nur Lärm, sondern auch Vibrationen, die im Haus zu spüren seien. Für das Wohl aller an der Bahnhofstraße lebenden Bürger beantrage sie Lärmmessungen, eine Bewertung der Feinstaubbelastung sowie eine Verkehrszählung, um den stetigen Anstieg des Verkehrsaufkommens zu dokumentieren.

„Wir nehmen solche Anregungen sehr ernst“, lautete eine erste Stellungnahme von Bürgermeister Sebastian Seidel . Inzwischen sei mit den Anwohnern gesprochen worden. Im Kontakt mit Herbert Gottwald vom Straßenverkehrsamt des Kreises Warendorf stehe man wegen einer möglichen Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 in Verbindung. Seidel schlug vor, den Antrag an den Ausschuss für Planung und Umweltschutz zu verweisen, dann werde auch Gottwald anwesend sein.

Hinsichtlich einer Überschreitung der Grenzwerte bei der Feinstaubbelastung konnte schon jetzt Entwarnung gegeben werden. Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher zitierte aus einem Schreiben der Bezirksregierung, wonach aufgrund der örtlichen Verhältnisse eine Überschreitung der Grenzwerte ausgeschlossen werden könne. In Übrigen sei es sowohl in diesem als auch im vergangenen Jahr in ganz NRW zu keiner Überschreitung der Grenzwerte gekommen. Der Hauptausschuss votierte dann einstimmig für die Weiterleitung des Antrags an den Ausschuss für Planung und Umweltschutz. Der tagt am heutigen Dienstag um 18 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus.

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