Elberich-Gelände: Vier-Gruppen-KiTa und Wohnen
Neue Flächenlösung

Everswinkel -

Manchmal überholt die Wirklichkeit die Planung. Das gilt auch für die Nachfolgenutzung des ehemaligen Elberich-Geländes an Hoetmarer und Droste-Hülshoff-Straße. Im September vergangenen Jahres war das Projekt für die 6 700 Quadratmeter große Fläche vorgestellt worden. 41 Wohneinheiten, verteilt auf acht Gebäude. Eines mit neun und eines mit sechs Wohneinheiten an der Hoetmarer Straße und nördlich anschließend zwei Gebäude mit jeweils sechs und zwei mit jeweils fünf Wohneinheiten sowie zwei Doppelhäuser. Das ist Geschichte.

Donnerstag, 30.03.2017, 07:03 Uhr

Die neue Planung fürs Elberich-Gelände mit KiTa-Gebäude.
Die neue Planung fürs Elberich-Gelände mit KiTa-Gebäude.

Nach der Bürgerversammlung und der Offenlegung der beabsichtigten Bebauungsplanänderung kamen plötzlich Kinder „dazwischen“. Im Zuge der Kindergartenbedarfsplanung ergab sich für die Gemeinde „ein ganz dringender Bedarf, weitere Kindergartenplätze zu schaffen“, blickte Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher am Dienstagabend im Planungsausschuss einige Wochen zurück. Eine neue KiTa musste her und ein Grundstück dafür.

Das Elberich-Gelände war schnell als bevorzugter Bereich ins Auge gefasst. Ein Besuch bei Wohnbau-Projekt-Investor Ludwig Schöne brachte den erhofften Erfolg: „Zu unserer großen Freude ist der Investor sehr positiv darauf eingegangen“, so Reher. In nachfolgenden größeren Gesprächsrunden (unter anderem Evangelischer Kirchenkreis, LWL, Kreis etc.) ergab sich „ein grundsätzlicher Konsens, dass die Planung umsetzbar ist“. Elberich 3.0.

Architekt Heinz-Josef Dartmann stellte am Dienstag die neue Entwurfsplanung mit dem künftigen Vier-Gruppen-Kindergarten auf einer Grundstücksfläche von 3 000 Quadratmetern vor. Das Gebäude mit geneigter Dach-Lösung wird jeder Gruppe rund 300 Quadratmeter Platz bieten. Zu den vier Gruppenbereichen kommen Verwaltungsbereich und Mehrzweckraum. Dartmann bezeichnete die Gebäudelösung als „relativ kompakt“ sowie „ruhig und überzeugend“. Von den ursprünglich 41 Wohneinheiten bleiben demnach noch etwa 28 übrig.

Die neue Situation erfordert laut Planerin Maren Dinter (Büro Tischmann und Schrooten) weitere bzw. überarbeitete fachgutachterliche Betrachtungen und Anpassungen im zu ändernden Bebauungsplan, so dass es eine erneute Offenlegung geben wird. Parallel hat die Firma MWE die Baugenehmigung für eine weitere Werkhalle auf dem noch unbebauten Teil des Metallverarbeitungsbetriebes erhalten. Über ein Wegerecht auf privater Ebene wird der Betrieb zudem eine Lkw-Ausfahrt vom Steinbusch auf die Hoetmarer Straße bauen.

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