Schnatgang mit der CDU führt zur Telgter Grenze
Vorbei am „Lumpenberg“

Everswinkel -

Rund 30 Teilnehmer fanden sich trotz regnerischen Wetters zusammen, um beim diesjährigen CDU-Schnatgang mitzulaufen. Mit dem Fahrrad ging es zunächst zum Hof Homann in der Bauerschaft Erter, um von dort unter der Leitung des früheren CDU-Vorsitzenden Ludger Klaverkamp und des Heimatvereinsvorsitzenden Josef Beuck zu starten. „Früher ist es üblich gewesen, mindestens einmal im Jahr die Grenze der eigenen Flächen abzugehen“, klärte Klaverkamp die Teilnehmer auf. Schnat sei das niederdeutsche Wort für Grenze.

Mittwoch, 10.05.2017, 06:05 Uhr

Über Stock und Stein sowie durch Wald und Flur ging‘s einmal mehr für die Teilnehmer des CDU-Schnatgangs – diesmal in Richtung Telgte.
Über Stock und Stein sowie durch Wald und Flur ging‘s einmal mehr für die Teilnehmer des CDU-Schnatgangs – diesmal in Richtung Telgte.

Interessantes zu Flurnamen wusste Josef Beuck zu berichten: „Um sich die Arbeit zu vereinfachen, hat man den Flurstücken Namen gegeben, so dass Bauern und Knechte die Flächen unterscheiden konnten.“ Er überraschte alle Teilnehmer mit einem ersten Auszug aus dem Flurkartenatlas, den er gerade erstellt. Darin finden sich die historischen Namen sämtlicher Flurstücke aus Everswinkel und Alverskirchen wieder.

Immer wieder konnte Beuck anhand der Flurnamen mit interessanten Informationen zur Historie der jeweiligen Flurstücke aufwarten. So kam die Gruppe auch am „Lumpenberg“ vorbei. „Der Legende nach ist jemand mit einem Wagen voller Kleider regelmäßig ins Dorf gefahren. Einmal muss der Wagen auseinandergebrochen sein und alle Kleider lagen am Boden. Ab da war der Name des Flur-stücks klar“, so Beuck mit einem Augenzwinkern.

Bei einem regenbedingten Zwischenhalt auf dem Hof Gerdemann in der Bauerschaft Versmar enthüllte er eine Kopie der ältesten handgeschriebenen und gemalten Flurkarte Everswinkels aus dem Jahr 1789. Erwähnt wird dort, dass den damaligen Bewohnern des Hofes Waltermann durch das Domkapitel bestimmte Flächen zur Bewirtschaftung übereignet worden sind. In diesem Zusammenhang bat Beuck darum, ihm – soweit vorhanden – weiteres Kartenmaterial zur Verfügung zu stellen. Weiter ging es dann zum Garten- und Landschaftsbaubetrieb Martin Wierbrügge, wo nach einem Dank durch die CDU-Vorsitzende Magdalene Wierbrügge der Abend in gemütlicher Runde ausklang.

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