Gemeinschaftsübung beider Löschzüge: Einsatz mit dem Großtank-Löschfahrzeug im Mittelpunkt
Wasser, Wasser, Wasser

Alverskirchen -

Es befindet sich gerade einmal fünf Tage im Verantwortungsbereich der Everswinkeler Freiwilligen Feuerwehr. Das zweite Großtank-Löschfahrzeug der Kooperation der Gemeinden Telgte, Everswinkel und Ostbevern – kurz TEO – wurde erst am vergangenen Donnerstag in den Everswinkeler Fahrzeugpark übernommen. Bei der Gemeinschaftsübung der Löschzüge Everswinkel und Alverskirchen auf dem Hof Große Holling am Montagabend hatte das Fahrzeug, das – scherzhaft auch „Wasserkuh“ genannt – seinen ersten Einsatz.

Mittwoch, 10.05.2017, 11:05 Uhr

Im Ernstfall muss die Wasserversorgung reibungslos klappen. Deshalb probten die Löschzüge von Everswinkel und Alverskirchen am Montagabend ein Szenario mit der neuen „Wasserkuh“, die 14 000 Liter Wasser an Bord hat.Mittels Drehleiter wurden die Personen aus dem laut Szenario brennenden Wirtschaftsgebäude gerettet..Mehrere hundert Meter Schlauchweg galt es für die Einsatzkräfte auf dem Übungsgelände des Hofs Große Holling einzurichten.
Im Ernstfall muss die Wasserversorgung reibungslos klappen. Deshalb probten die Löschzüge von Everswinkel und Alverskirchen am Montagabend ein Szenario mit der neuen „Wasserkuh“, die 14 000 Liter Wasser an Bord hat.Mittels Drehleiter wurden die Personen aus dem laut Szenario brennenden Wirtschaftsgebäude gerettet..Mehrere hundert Meter Schlauchweg galt es für die Einsatzkräfte auf dem Übungsgelände des Hofs Große Holling einzurichten. Foto: Günther Wehmeyer

„Für uns ist es wichtig, den Umgang mit dieser Form der Wasserversorgung zu beherrschen, und deshalb steht der Einsatz dieses Fahrzeugs im Mittelpunkt unserer heutigen Übung“, berichtete der stellvertretende Alverskirchener Zugführer, Frederick Schröder , der zusammen mit Zugführer Alexander Wiesmann die Übung vorbereitet hatte. „Wir haben ein Wirtschaftsgebäude, das im Vollbrand steht“, erläuterte Schröder die vorgefundene Lage. Personenrettung und Brandbekämpfung gehöre zu den lösenden Aufgaben.

Die Personenrettung ging dann zügig vonstatten; denn zwei der Übungspuppen konnten schon am Fenster gesichtet werden, und die beiden anderen wurden von zwei Feuerwehrleuten unter Atemschutz und mit einem Schlauch ausgerüstet an ein anderes Fenster gebracht. Für den Feuerwehrmann auf der Drehleiter war es so leicht, diese „Personen“ in den Korb der Leiter zu übernehmen. Unweit des Hofgeländes hatte sich inzwischen das Großtank-Löschfahrzeug mit einem Wasservorrat von 14 000 Litern positioniert. Daneben ein Hilfeleistungsfahrzeug und ein Rüstwagen. Schnell war ein 10 000 Liter fassendes Becken ausgelegt, das sich mit dem Inhalt des Tankwagens zügig füllte. Eine große Pumpe beförderte gleichzeitig über mehrere hundert Meter Schlauchweg das Wasser zur Einsatzstelle.

„Das Becken dient als ‚Puffer‘, denn während es geleert wird, fährt das Tankfahrzeug zur Angel und holt dort Nachschub“, beschrieb Schröder den Pendelverkehr zur Aufrechterhaltung der Wasserversorgung. „Unser Ziel ist es, auf diese Weise mindestens 800 Liter Wasser pro Minute an der Einsatzstelle vorzuhalten. Im Ernstfall würde auch die Feuerwehr in Ostbevern verständigt, die sich dann mit dem dort schon seit einigen Jahren stationierten Großtank-Wagen an dem Pendelverkehr beteiligt.

„Wir haben mit diesem Konzept eine neue Strategie zur Wasserversorgung entwickelt“, so Pressesprecher Werner Kortenjann. „Die Hydranten geben oft nicht die nötige Wassermenge her, und wir können auf diese Weise Wasser aus öffentlichen Gewässern, aus Löschteichen oder extra dafür angelegten unterirdischen Wasserbehältern entnehmen.“ Zusammen mit dem im nächsten Dezember ausgelieferten Katastrophenschutz-Löschfahrzeug werde so eine taktische Einheit für die Wasserversorgung gebildet. Gemeinschaftsübungen, wie die am Montag in Alverskirchen, veranstalten die beiden Löschzüge zwei Mal im Jahr. Die Einsatzleitung hatte Manuel Kortenjan, beteiligt waren mehr als 50 Feuerwehrleute. Neben den beiden Einsatzleitwagen waren acht Fahrzeuge im Einsatz, und es wurden etwa 600 Meter Schläuche verlegt. Bei der anschließenden „Manöverkritik“ im Feuerwehrgerätehaus dürfte sicher eine positive Bilanz der Übung gezogen worden sein.

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