Nur noch 131 Tage bis zum nächsten Wahltag
Nach dem Landtag ist vor dem Bundestag

Everswinkel -

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Von heute an sind es noch 131 Tage bis zum nächsten Wahlgang. Am 24. September wird der Bundestag neu gewählt. Für die Parteien vor Ort bedeutet dies nach der Landtagswahl somit nur eine kurze Wahlkampfpause bis nach den Sommerferien.

Dienstag, 16.05.2017, 12:05 Uhr

Das Rennen in NRW ist gelaufen. Die CDU ging vor der SPD und der FDP durchs Ziel. In einigen Wochen dürften an dieser Stelle statt Armin Laschet und Hannelore Kraft wohl Angela Merkel und Martin Schulz werben. Nur Christian Lindner wird wiederkommen.
Das Rennen in NRW ist gelaufen. Die CDU ging vor der SPD und der FDP durchs Ziel. In einigen Wochen dürften an dieser Stelle statt Armin Laschet und Hannelore Kraft wohl Angela Merkel und Martin Schulz werben. Nur Christian Lindner wird wiederkommen. Foto: Klaus Meyer

„Jetzt heißt es erstmal Luft zu holen, damit wir wieder mit einer tollen Präsenz von Fraktion und Vorstand vor Ort einen guten Wahlkampf machen können“, erklärt CDU-Fraktionsführer Dirk Folker . „Das Wichtigste bleiben die vielen persönlichen Gespräche mit unseren Mitbürgern – nicht nur im Wahlkampf, sondern das ganze Jahr über.“ Die drei erfolgreichen Landtagswahlen (Saarland, Schleswig-Holstein, NRW) seien laut Folker ein Baustein für den Erfolg in Berlin, allerdings habe man dadurch auch noch nichts gewonnen. „Wie schnell sich politische Stimmungen drehen können, haben wir in den letzten Wochen am Beispiel Schulz ja gesehen.“ Deshalb wolle die CDU einen intensiven aber fairen Wahlkampf führen.

Schulz habe die Umfrageergebnisse der SPD rasant positiv verändert, blickt SPD-Chef Dr. Wilfried Hamann zurück, doch die Ergebnisse der drei Landtagswahlen „vordergründig als Gradmesser für die Popularität von Martin Schulz heranzuziehen, wird dem Sachverhalt sicherlich nicht gerecht.“ Die Zeit bis zum Wahltag sei noch lang. Vor sechs Wochen sei das Thema Sicherheit bei Umfragen noch auf Platz acht gewesen, „gestern rangierte  es auf Platz zwei, obwohl zwischenzeitlich nichts Bedeutsames passiert ist.“ Die SPD arbeite derzeit noch an ihrem Wahlprogramm. Es gelte, frühzeitig deutlich zu machen für welche Inhalte die SPD stehe. „Die Zusammenhänge werden immer komplexer, da kann man nicht alles auf ein paar Schlagworte reduzieren.“

Mit dem Sommer-Frühschoppen auf dem Eichenhof läuten auch die Liberalen mit Ende der Sommerferien die heiße Phase des Wahlkampfes ein. Veranstaltungen mit dem FDP-Wahlkreiskandidaten Dr. Oliver Niedostadek seien in Planung. „Denn es wird Zeit, dass wieder eine politische Kraft in den Bundestag einzieht, die Mut vor Wut, Prinzipien vor Emotionen, Privat vor Staat und Chancen vor Bedenken stellt“, betont FDP-Fraktionssprecher Peter Friedrich. Die Erfolge in Schleswig-Holstein und NRW würden Kräfte frei setzen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir wieder in den Bundestag einziehen, wenn wir weiterhin geschlossen mit Volldampf und Selbstbewusstsein in den kommenden Monaten kämpfen.“

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