KLB-Versammlung wählt Everswinkeler
Wernsmann jetzt Bundesseelsorger

Everswinkel -

Im Rahmen der Bundesversammlung jüngst in Schmochtitz (bei Bautzen) wurde der Bundesvorstand der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland (KLB) neu gewählt. Die Position des Bundesseelsorgers konnte nach längerer Vakanz durch die Wahl des Everswinkeler Diakons Hubert Wernsmann aus dem Bistum Münster wieder besetzt werden.

Donnerstag, 18.05.2017, 06:05 Uhr

In Sachsen ist Hubert Wernsmann zum neuen KLB-Bundesseelsorger gewählt worden.
In Sachsen ist Hubert Wernsmann zum neuen KLB-Bundesseelsorger gewählt worden.

Die Katholische Landvolkbewegung Deutschland ist eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft. Sie fördert die Begegnung, führt Aktionen durch, tritt ein für die Entfaltung und Förderung der Persönlichkeit, die bereit und fähig ist, in Kirche, Staat, Gesellschaft und Beruf Verantwortung zu übernehmen. „Die KLB wirbt im Geiste des Evangeliums für eine lebendige Kirche, für die Stabilität der Familien auf dem Lande, für lebenswerte und liebenswerte Dörfer, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, eine glaubwürdige Schöpfungsverantwortung und eine solidarische Welt“, heißt es in einer Presseinformation.

Zur KLB gehört der Internationale Ländliche Entwicklungsdienst: Ländliche und dörfliche Entwicklungshilfe in Lateinamerika, Afrika und Asien. Sie unterstützt Selbsthilfebewegungen, Partnerschaften und Projekte im Sinne der internationalen Solidarität des Katholischen Landvolks.

Im Zentrum der kommenden Kampagne der (KLB) steht Europa. Die Kampagne startet im Frühjahr 2018 und läuft über zwei Jahre. Mit der neuen Kampagne will sich die KLB für eine lebendige Demokratie und ein menschenfreundliches Europa einsetzen, wie sie selbst vermeldet. Dabei will die Bewegung in erster Linie die Menschen erreichen, die im Ländlichen Raum leben. „Von ihrem bürgerschaftlichen und christlichen Engagement wird es immer stärker abhängen, ob sich ein solidarisches und weltoffenes Miteinander über die Grenzen der Länder hinweg verwirklichen lässt.“ Aktuell beobachte die KLB, dass Demokratische Grundprinzipien und die Idee der Europäischen Gemeinschaft zunehmend in Frage gestellt würden. „Die Missgunst zwischen europäischen Ländern überlagert zunehmend gemeinsame Ziele und das Klima untereinander wird rauer. Vorurteile treten wieder stärker in den Vordergrund und werden gepflegt.“

Dabei seien Demokratie und ein gemeinsames Europa längst keine Selbstverständlichkeit mehr – nicht erst seit dem Brexit. Wolle man beides – auch als Erbe und Ergebnis europäischer Vergangenheitsbewältigung – nicht verlieren, müssten sie verteidigt werden. Die Kampagne der KLB soll Menschen ermutigen, verstärkt aufeinander zuzugehen. Das Interesse untereinander und aneinander soll verstärkt, Freude an „europäischer“ Gemeinschaft geweckt werden. So soll es während der Kampagne in den Gemeinden und Ortsgruppen der Diözesen unter anderem Länderabende geben mit landestypischen Gerichten und Kulturangeboten. „So wird ein Raum geschaffen, um Berührungsängste zu überwinden.“

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