Alverskirchen stellt sich Mittwoch dem Dorf-Wettbewerb: Gespräch mit dem BTA-Vorsitzenden
Ein Tag mit klarer Zielsetzung

Alverskirchen -

Das Bürger-Team setzt aufs „Wir-Gefühl“. Menschen, Vereine, Gruppen, Institutionen, Einrichtungen – alles Puzzlestücke, die das Ganze bilden: Alverskirchen. „Wir gehören zusammen“, steht ganz vorne auf der Projektmappe, die morgen ausgegeben wird. Empfänger sind die Mitglieder der Bewertungskommission. Denn am morgigen Mittwoch ist – mal wieder – der „Wettbewerbstag der Wahrheit“. Alverskirchen stellt sich erneut dem Kreisentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“.

Dienstag, 27.06.2017, 09:06 Uhr

Vorfreude und Zuversicht vor dem Besuch der Wettbewerbs-Jury nicht nur beim Bürger-Team, beim Bürgermeister, beim Pfarrer, bei der Grundschul-Leiterin und Schülern, beim Schatzkammer-Fördervereins-Vorsitzenden oder Gewerbetreibenden. Ganz Alverskirchen ist am morgigen Mittwoch im Boot, wenn es wieder heißt: „Unser Dorf hat Zukunft“.
Vorfreude und Zuversicht vor dem Besuch der Wettbewerbs-Jury nicht nur beim Bürger-Team, beim Bürgermeister, beim Pfarrer, bei der Grundschul-Leiterin und Schülern, beim Schatzkammer-Fördervereins-Vorsitzenden oder Gewerbetreibenden. Ganz Alverskirchen ist am morgigen Mittwoch im Boot, wenn es wieder heißt: „Unser Dorf hat Zukunft“. Foto: Klaus Meyer

Von 15 bis 17 Uhr weilt die Jury im Dorf. WN-Redakteur Klaus Meyer hat mit dem BTA-Vorsitzenden Peter Kretschmer über die Vorbereitungen, Wünsche und die Frage gesprochen, was die bisherigen Wettbewerbs-Teilnahmen für Alverskirchen gebracht haben.

Was sagen Ihnen die Zahlen „5“ und „2008“, Herr Kretschmer?

Peter Kretschmer: ,5‘ – damit verbinde ich, dass Alverskirchen bereits zum fünften Mal am Wettbewerb , Unser Dorf hat Zukunft ‘ teilnimmt. 2008 dann der bisherige Höhepunkt – der Sieg, Golddorf im Kreis Warendorf.

Genau. Wie sieht Ihr Tag am morgigen 28. Juni bis 15 Uhr aus?

Kretschmer: Wie bei jeder anderen Teilnahme auch. Wir, und damit meine ich alle Beteiligten, werden die Zeit nutzen, um aufzubauen und letzte Vorbereitungen zu treffen. Auch mit der Erfahrung aus über zehn Jahren Wettbewerb, ist jeder Wettbewerb eine neue Herausforderung, und es ist immer wieder schön, zu erleben, wie alle an einem Strang ziehen, um ein gutes Ergebnis abzuliefern. Ich bin mir auch in diesem Jahr sicher, dass alles funktionieren wird, wie wir es geplant haben.

Beim diesjährigen Dorf-Wettbewerb wird in Alverskirchen gepuzzelt? Wie kam man auf diese Idee, welcher Gedanke steckt dahinter?

Kretschmer: Diese Idee ist ein Ergebnis aus verschiedenen Treffen mit den Alverskirchener Bürgern und Vereinen. Der Ansatz ist folgender: Wie bei einem Puzzle kommt es auch in der Dorf-Gemeinschaft auf jeden ,Einzelnen‘ an. Jeder hat seine feste Position im gemeinsamen Zusammenspiel. Und, sollte jemand fehlen oder am falschen Platz sein, entsteht ein unvollständiges Bild. Im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs werden wir alle Beteiligten und damit das Dorf zu einem Gesamtbild zusammenführen, weil wir ihre Potenziale und Kompetenzen – Puzzlestücke – kennen, wertschätzen und füreinander nutzen und so ein positives Gesamtergebnis erreichen.

Schaut man auf die Routenplanung, so scheint es diesmal eine Begehung der kurzen Wege zu sein - bis auf den Startpunkt liegen alle Stationen im Dorf. Das riecht nach Konzeptänderung, sprich einer Präsentation mit reiner Konzentration auf den Alverskirchener Kern.

Kretschmer: Das könnte man auf Basis der ,öffentlichen‘ Informationen meinen. Tatsächlich werden wir aber in diesem Jahr die mit Abstand längste Wegstrecke mit der Kommission im Dorf zurücklegen. Richtig ist, dass viele Stationen im Ortskern liegen. Das liegt aber daran, dass sich dort eben auch vieles abspielt. In den vergangenen Jahren haben wir immer wechselnde Schwerpunkte während der Bereisung gesetzt. Das ist auch morgen der Fall. Zu allen fünf Bewertungsbereichen gibt es wieder zahlreiche Informationen zu hören und zu sehen. Von Konzeptänderung kann man nur bedingt sprechen. Wir knüpfen mit unserer diesjährigen Präsentation inhaltlich an die Präsentationen der letzten Jahre an.

Theoretisch bleiben für jeden der zehn Standorte etwa zehn Minuten. Mit welchen Themen wollen sie die ausfüllen?

Kretschmer: Der Zeitfaktor ist auch in diesem Jahr wieder sehr wichtig. Die gesamte Bereisung ist bis auf die letzte Minute genau durchgeplant. Alle kennen ihren Zeitrahmen und werden sich daran halten. Die Themen gibt der Wettbewerb vor, so dass wir uns an den thematischen Vorgaben des Wettbewerbs orientieren werden.

Alverskirchen war schon einmal Sieger auf Kreisebene, damals gleich im zweiten Anlauf. Wie motiviert man sich und das Dorf immer wieder neu für diesen Wettbewerb, der ja mit einiger Arbeit und reichlich Vorbereitung verbunden ist?

Kretschmer: Wir haben in den vergangen Jahren sehr an der Vernetzung aller Akteure gearbeitet. Regelmäßige Vereinstreffen, Unternehmer-Stammtische und nicht zuletzt die Everswinkel-APP sind einige Beispiele dafür. Auch ohne den Wettbewerb sähe unsere Arbeit genauso aus. Ziel aller ist es, Alverskirchen lebenswert zu erhalten. Der Wettbewerb ist daher eine gute Möglichkeit, seine Arbeit einmal extern bewertet zu bekommen. Natürlich ist mit dem Wettbewerb – insbesondere mit der Aufbereitung der Präsentation – viel Arbeit verbunden. Letztlich zeigen wir aber nur das, was wir Tag für Tag tun. Es ist ein dynamischer und vielschichtiger Prozess.

Was haben die vorangegangenen Teilnahmen am Wettbewerb Alverskirchen im Rückblick gebracht?

Kretschmer: Durch den Wettbewerb hat man viele andere Dörfer und deren Überlegungen kennengelernt. Nach dem Grundsatz ,Learning by the Best‘ haben wir den einen oder anderen interessanten Impuls aufgenommen und in Alverskirchen umgesetzt. Das wichtigste sind aber sicherlich die Menschen, die man kennenlernen durfte. Ohne den Wettbewerb hätten wir wichtige Personen niemals kennengelernt, auch bestimmte Angebote, wie etwa die der ZeLE, wären uns vermutlich verborgen geblieben. Insgesamt denke ich, dass der Wettbewerb eine gute Sache ist, Gleichgesinnte zusammenzubringen.

Hofft das BTA, hofft Alverskirchen in diesem Jahr auf den Sieg, oder ist frei nach dem olympischen Gedanken das Dabeisein alles?

Kretschmer: Wenn wir antreten, wollen wir auch gewinnen! Genauso sind wir aber auch gute Verlierer. Ich glaube, wir waren vor drei Jahren bei den Ersten, die Hoetmar verdientermaßen zum Sieg gratuliert haben. Heute geht es aber um 2017, und da ist unsere klare Zielsetzung Golddorf 2017 im Kreis Warendorf!

Was wünschen Sie sich für morgen, wenn die Jury kommt?

Kretschmer: Eigentlich wünsche ich mir nur gutes Wetter! Wir hatten in der Vergangenheit schon alle möglichen Wetterlagen. Schönes Wetter macht aber einfach vieles einfacher. Schön wäre auch, wenn sich die Kommission, im Vorfeld, mit unseren Präsentationen der letzten Jahre beschäftigt hätte, da wir mitten in einem Prozess sind. Natürlich hoffe ich auch, dass sich wieder viele Alverskirchener Bürger, alt und jung, gemeinsam mit dem BTA auf den Weg machen, um die Kommission von der Zukunftsfähigkeit unseres Dorfes zu überzeugen. Alles Andere wird funktionieren.

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