Kolping-Spielschar: Gewinne der Jubiläumsaktion übergeben / Probenarbeit beginnt im November
Donnergrollen zur Preisvergabe

Everswinkel -

Ein Theater-Regisseur hätte es wohl kaum dramatischer inszenieren können. Just als am frühen Mittwochabend die Preisträger des Gewinnspiels der Kolping-Spielschar ihre Belohnung in Empfang nehmen sollten, grollte der Himmel, dunkle Wolken schoben sich übers Pfarrheim und es wurde nass. Wie gut, dass der trockene Johann-Bernhard-Saal dann Unterschlupf bot.

Freitag, 21.07.2017, 07:07 Uhr

Gewinner-Treffen: Stefan König und Bernhard Stumpe von der Kolpingsfamilie (v.r.) und WN-Redakteur Klaus Meyer (l.) übergaben die Preise aus dem Gewinnspiel „40 Jahre Kolping-Spielschar“ an Bernadette Schmitz, Hanni Maas, Bärbel Kortenjann, Maria Stiegekötter, Karl Epping (1.Preis), Isabell Klostermann, Dagmar Schulze-Zurmussen (2. Preis) und Thomas Zerbs (auf dem Bild Ruth Cremann, 3. Preis, und Brigitte Hendker).
Gewinner-Treffen: Stefan König und Bernhard Stumpe von der Kolpingsfamilie (v.r.) und WN-Redakteur Klaus Meyer (l.) übergaben die Preise aus dem Gewinnspiel „40 Jahre Kolping-Spielschar“ an Bernadette Schmitz, Hanni Maas, Bärbel Kortenjann, Maria Stiegekötter, Karl Epping (1.Preis), Isabell Klostermann, Dagmar Schulze-Zurmussen (2. Preis) und Thomas Zerbs (auf dem Bild Ruth Cremann, 3. Preis, und Brigitte Hendker). Foto: Jana Stumpe

Die Kolping-Spielschar hatte angesichts des 40-jährigen Bestehens im kommenden Jahr zusammen mit den Westfälischen Nachrichten als Medien-Partner ein Gewinnspiel veranstaltet. Leser unserer Zeitung konnten mittels Coupon mitentscheiden, welches Jubiläums-Bühnenstück im nächsten Jahr aufgeführt wird. Rund 100 Freunde des plattdeutschen Theaters hatten mitgespielt und dem Stück „Tante Frieda“ einen hauchdünnen Sieg beschert. Spielleiter Bernhard Stumpe zeigte sich von der Beteiligung angetan. „Das war mehr als wir erwartet haben“, freute er sich am Mittwochabend.

Die Gewinner, die aus allen Einsendungen gezogen worden waren, zeigten sich ebenso erfreut, als Stumpe und WN-Redakteur Klaus Meyer die Preise überreichten. Den 1. Preis, einen Gutschein für einen GOP-Besuch für zwei Personen, konnte Karl Epping in Empfang nehmen. Der 2. Preis, ein Everswinkel-Gutschein über 60 Euro, ging an Dagmar Schulze Zurmussen, der 3. Preis (40-Euro-Gutschein) an Ruth Cremann. Bernadette Schmitz gewann ein Frühstück im Berdelhafen für zwei Personen (4. Preis) und Isabell Klostermann einen Präsentkorb (5. Preis). Jeweils einen Gutschein über 25 Euro für den WN-Ticket-Shop gewannen Maria Stiegekötter, Hanni Maas, Bärbel Kortenjann, Thomas Zerbs und Brigitte Hendker. Alle Gewinner erhalten zudem noch einen Gutschein für eine Eintrittskarte für „Tante Frieda“.

Die Proben für das neue alte Bühnenstück werden laut Stumpe im November beginnen. Aufgeführt wurde es von der Kolping-Spielschar 1992, nun wird es nach Karneval im kommenden Jahr ein Comeback erleben. Mit welcher Schauspielerbesetzung das sein wird, ist noch nicht vollends geklärt. Der Regisseur steht indes bereits fest: Gerhard Hillebrand, bekannt durch seine Arbeit für die Amateurbühne Münster-Ost, wird die Fäden in der Hand halten.

Aufführung 1992: Josef Cremann wird zu Tante Frieda.

Aufführung 1992: Josef Cremann wird zu Tante Frieda.

„Tante Frieda“ - die Geschichte: Bernd Jansen ist Bauer und gelernter Maschinenbauer. In seiner Freizeit entwickelt er ein neues Gerät, das ein großer Durchbruch in der Landwirtschaft zu werden verspricht. Seine Nachbarin, Emma Peters, ist davon nicht begeistert. Sie drängt ihn zu einer Verlobung und verlangt, dass er sich ganz auf die Bewirtschaftung ihrer beiden Höfe konzentriert. Unglücklicherweise weiß Emma um ein Geheimnis von Bernd, das diesen in höchste Not bringen könnte. Bernds Tante Frieda ist vor einiger Zeit verstorben, aber Bernd hat weiterhin ihre Leibrente von ihrem Bruder einkassiert, um damit seine Erfindung bauen zu können. Als sich nun Ulla, die Tochter von Herrn Jansen (Bruder Tante Friedas) ankündigt, um ihre Tante kennenzulernen, droht alles aufzufliegen. Dass Knecht Gerd sich als Tanta Frieda verkleidet, macht es nur noch schlimmer, denn er wird enttarnt. Bernds Erfindung wird durch Ullas windigen Begleiter, Herrn Kopmann, gestohlen, und Emma Peters verrät Bernds Geheimnis an Kopmann, weil sie eifersüchtig ist auf die zarte Bande, die zwischen Bernd und Ulla.

Auf der Bühne standen damals Albert Möllers, Mechthild Große Dreimann Schilling, Erich Heitmann, Josef Cremann als Tante Frieda, Elisabeth Winking, Gabi Gerwin, Hans Glose, Winfried Kemker, Elisabeth Tegelkemper, Elisabeth Görges, Magda Webbeler, Lutz Stuppe.

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