Landwirtschaft und Ferienhof: Der Hof Winkelkötter
Zwei Betriebe unter einem Dach

Alverskirchen -

Ferien auf dem Bauernhof liegen zweifellos im Trend. Immer mehr Familien, vor allem mit Kindern, entdecken für sich diese naturnahe Gestaltung der schönsten Wochen des Jahres. Schon lange bevor sich diese Entwicklung abzeichnete, hat sich auf den Hof Winkelkötter in der Bauernschaft Evener in Alverskirchen diese Urlaubsform etabliert.

Samstag, 09.09.2017, 06:09 Uhr

Ein attraktiver Spielplatz  gehört zur Ausstattung des Ferienhofs Winkelkötter in Alverskirchen, den Clemens Winkelkötter (r.) mit Unterstützung seines Sohnes Jendrik betreibt.
Ein attraktiver Spielplatz  gehört zur Ausstattung des Ferienhofs Winkelkötter in Alverskirchen, den Clemens Winkelkötter (r.) mit Unterstützung seines Sohnes Jendrik betreibt. Foto: Günther Wehmeyer

„Die damalige wirtschaftliche Lage hatte meinen Vater vor 50 Jahren gezwungen, etwas zu unternehmen“, erzählt Hof-Inhaber Clemens Winkelkötter . „Die großen Gebäude die wir hatten, boten sich an, für Familien mit Kindern Räume zu schaffen.“ Auf den Zimmern habe es nur Waschbecken gegeben und WC und Dusche waren auf den Fluren. Das sei zu dieser Zeit ganz normal gewesen.

Im Jahr 1990 wurde dieses Konzept geändert. „Wir haben dann die ersten Ferienwohnungen angeboten, in denen die Familien sich selbst versorgen können.“ Derzeit verfügt der Ferienhof Winkelkötter über zehn Wohnungen mit insgesamt 50 Betten. „Wie bereits vor 50 Jahren kommen unsere Familien zum großen Teil aus dem Ruhrgebiet“, weiß Winkelkötter. Für Kinder sei der Bauernhof ein wahres Paradies. „Neben den vielen Tieren wie Ferkel, Katzen, Kaninchen, Pferde, Ziegen, Schafe, Damwild und Hühner, die sich auch mal Streicheln lassen, gibt es viele Spielmöglichkeiten.“

Ein Blick in eine Scheune unterstreicht die Vielfalt der Spielgeräte. Kettcars, Bobby-Cars, Trecker und sonstige Kinderfahrzeuge, lassen Kinderherzen höher schlagen. Ein großzügig ausgestatteter Kinderspielplatz gehört ebenso zum Angebot wie ein Fußballplatz, ein Basketballnetz und ein Trampolin. „Wir haben einen gemütlich eingerichteten Gesellschaftsraum, der sich auch für größere Familienfeiern eignet“, verweist Clemens Winkelkötter auf eine Besonderheit seines Hofes. „Etwa 15 bis 20 Mal pro Jahr werden die Räumlichkeiten an Wochenenden für Familientreffen genutzt, bei denen die Mitglieder oft aus ganz Deutschland anreisen.“ Diese Familien mieten dann alle Wohnungen, den Gesellschaftsraum und das gesamte Außengelände. Auch Tagesgäste seien auf dem Hof willkommen. „Kindergärten und Schulklassen verbringen bei uns gern mal einen abwechslungsreichen Tag, ohne bei uns zu übernachten.“ Das gelte ebenso für Kindergeburtstage und ähnliche Anlässe.

Das bei so viel Freizeitangeboten auf dem Hof auch der Landwirtschaft betrieben wird, ist zunächst gar nicht zu erkennen. „Ich habe mit der Übernahme des Hofes im Jahr 1989 auch diesen Zweig ständig weiterentwickelt“, berichtet Winkelkötter. „Die Wirtschaftsgebäude wurden dabei auf den hinteren Bereich des Hofes verlagert. Luftaufnahmen, die Sohn Jendrik zeigt, verdeutlichen diese Veränderung. Derzeit hält die Familie Winkelkötter 300 Zuchtsauen mit Ferkeln, die mit etwa 30 Kilogramm an Mastbetriebe abgegeben werden. „Die Abnehmer-Höfe befinden ausschließlich in Alverskirchen“, verweisen Clemens und Jendrik Winkelkötter auf die kurzen Transportwege. Dieser Wirtschaftszweig hat dem Hof auch seinen Namen gegeben. Denn in der Werbung firmiert der Hof Winkelkötter unter dem Namen „Sauwohlfühlhof“. Auch der Ackerbau gehört zur Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Bereichs.

„Da ich mich mit meiner Arbeit fast nur auf die Ferienhof konzentriere, habe ich für die Landwirtschaft eine Vollzeitkraft, eine Halbtagskraft und einen Auszubildenden beschäftigt.“ Bei der Führung des Ferienhofes wird Winkelkötter von sieben Mitarbeitern unterstützt.

Sohn Jendrik befindet sich derzeit in der Ausbildung und besucht die Landwirtschaftsschule in Wolbeck, die er in einem Jahr als Agrarbetriebswirt abschließen wird. Mein Sohn wird später den Hof übernehmen“, wirft Winkelkötter einen Blick nach vorn. Angesprochen auf die Bauarbeiten auf seinem Hof warten Jendrik und Clemens Winkelkötter mit einer Überraschung auf: „Dort entsteht derzeit ein neuer Indoor-Spielplatz. Dass dabei die ursprüngliche Fassade des Gebäudes weitgehend erhalten bleibt, versteht sich bei der langen Tradition des Familienbetriebes von selbst.

 

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