CDU-Vorstoß: Lösungen für zu hohes Tempo im Kreisverkehr finden / Einhelliges Urteil
Alverskirchener „Hockenheimring“

Alverskirchen -

Wer sich einmal die Zeit nimmt und ein Weilchen am Alverskirchener Kreisel zubringt, kann sie sehen. Die Amateur-Schumis und Möchtegern-Vettels, die auf der Jagd nach Zehntelsekunden ins Verkehrs-Rondell schießen, die Mittelinsel zum Teil haarscharf passieren und praktisch ohne Lenkbewegung das vermeintliche Hindernis hinter sich lassen. Wrommm . . . Formel-I-Abklatsch in Alverskirchen. Jeden Tag, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die CDU hat nun genug davon. Sie hat einen Vorstoß unternommen, um dem Alverskirchener „Hockenheimring“ ein Ende zu bereiten.

Samstag, 30.09.2017, 10:09 Uhr

„Motorsport“ im Alverskirchener Kreisel: Mangels Hindernis- und Bremswirkung fahren viele Autofahrer nahezu ungebremst durch den Kreisverkehr. Jetzt sollen Lösungen gefunden werden, die Situation zu ändern.
„Motorsport“ im Alverskirchener Kreisel: Mangels Hindernis- und Bremswirkung fahren viele Autofahrer nahezu ungebremst durch den Kreisverkehr. Jetzt sollen Lösungen gefunden werden, die Situation zu ändern. Foto: Klaus Meyer

Zum Bezirksausschuss am Donnerstagabend legte die CDU-Fraktion einen Antrag vor, einen Prozess in Gang zu setzen, um letztendlich zu einer Geschwindigkeitsreduzierung in jenem so fahrfreundlichen Kreisverkehr zu kommen. Man sei aus der Bürgerschaft wiederholt angesprochen worden, sich die Situation mal anzuschauen, berichtete Alverskirchens CDU-Vorsitzender Werner Lemberg . Keineswegs überraschendes Ergebnis des Ortstermins: „Man kann sehr gerade über den Kreisverkehr drüber schießen.“ Eben weil der innere Pflasterring niveaugleich mit dem Asphalt der eigentlichen Fahrbahn erstellt wurde. Es ist förmlich eine Einladung, diesen Bereich schnell und ohne große Lenkbewegung zu durchfahren. Dabei ist der Pflasterbereich nur als Reservefläche für Großfahrzeuge wie Lkw, Busse und Trecker gedacht.

„Es kommt wirklich zu gefährlichen Situationen“, betonte Lemberg. Gerade morgens, wenn auch die Schulkinder unterwegs seien. Man könne von Glück sagen, dass noch nichts passiert sei. Die CDU möchte, dass die Gemeindeverwaltung Kontakt mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW und dem Kreis aufnimmt, um die Ist-Situation zu verändern. Eine Forderung, die von den anderen Fraktionen geteilt wird. „Wir unterstützen den Antrag“, der Kreisverkehr müsse „auf jeden Fall beruhigt werden“, schloss sich Uwe Wolf für die SPD an. Neben einer baulichen Veränderung müsse auch die erlaubte Geschwindigkeit herabgesetzt werden. „Derzeit wird grob fahrlässig dort gefahren.“ Bürgermeister Sebastian Seidel bremste erst einmal das Erwartungstempo. „Das ist ein schmaler Grat zwischen Sicherheit und Verkehrsfluss. Wir dürfen die Erwartungen da nicht zu hoch hängen.“ Gleichwohl äußerte er seine Sympathie für die Initiative: „Den Vorstoß finde ich gut.“

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