Standort-Dokumentation einmal durchgespielt
JVA an der L793 vor den Toren Münsters?

Everswinkel -

Die Entscheidung über den künftigen Standort der neuen JVA ist laut Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) gefallen (die WN berichteten). Das Rätselraten, welcher Standort es denn nun wird, geht indes weiter. Informationen will das BLB erst veröffentlichen, wenn der „rechtliche Freiraum“ dazu da sei. Ein Blick in die 2013 gemeinsam vom BLB NRW und der Stadt Münster vorgestellten Dokumentation „Standortsuche JVA Münster“ lässt allerdings schon eine Vermutung zu, wo das neue Gefängnis seinen Platz finden könnte.

Freitag, 10.11.2017, 07:11 Uhr

Die Everswinkeler werden es wohl sehen können, wenn sie mit dem Auto oder dem Bus nach Münster fahren. Nimmt man nämlich jene Dokumentation zur Hand mit dem Wissen, dass die JVA im Südosten Münsters angesiedelt werden soll und berücksichtigt die diversen Auswahlkriterien für den Standort, bleiben nur drei von ursprünglich 33 begutachteten potenziellen Flächen übrig. Alle drei liegen praktisch an der Landstraße 793 vor den Toren Münsters.

Hält man sich dann allein die benötigte Flächengröße von rund 15 Hektar (plus Ausgleichsfläche), die maximale Entfernung zum Landgericht von knapp elf Kilometern sowie Straßennetz und ÖPNV-Anbindung vor Augen, bleibt letztendlich eigentlich nur eine Fläche übrig: Die liegt unweit des Abzweigs Wolbeck zwischen L793 und Altem Mühlenweg, hat eine Größe von 25,4 Hektar, die Haltestelle Rusticus ist nur 600 Meter entfernt, und bis zum Landgericht sind es lediglich acht Kilometer. Ob es tatsächlich so kommt? Die Antwort wird das BLB NRW demnächst geben.

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