Alverskirchener Grundschüler erleben „Nussknacker und Mausekönig“
Mitreißendes Wintermärchen

Alverskirchen -

Die Alverskirchener Grundschüler hatten am Donnerstagmorgen jede Menge Grund zum Strahlen. Sie erlebten eine ganz besondere Schulstunde. Schauspieler Frank Dukowski präsentierte zusammen mit „Pindakaas“, einem Saxophon-Quartett, ein musikalisches Wintermärchen. Die 104 Kinder genossen den Zauber des kleinen Konzertes „Nussknacker und Mausekönig“.

Freitag, 01.12.2017, 09:12 Uhr

Mechanicus Droßelmeier  (Frank Dukowski) muss die Zuckerfee ab und an mal in den Blecheimer sperren. Sie verstellt ihm seine Uhren..Großes Vergnügen: Anja Heix, Thorsten Floth, Guido Grospietsch und Matthias Schröder vom Saxophon-Quartett „Pindakaas“ unterstützten Schauspieler Frank Dukowski musikalisch..
Mechanicus Droßelmeier  (Frank Dukowski) muss die Zuckerfee ab und an mal in den Blecheimer sperren. Sie verstellt ihm seine Uhren..Großes Vergnügen: Anja Heix, Thorsten Floth, Guido Grospietsch und Matthias Schröder vom Saxophon-Quartett „Pindakaas“ unterstützten Schauspieler Frank Dukowski musikalisch.. Foto: Marion Bulla

Zum Auftakt präsentierten die Musiker, die sich hinter vier überdimensionalen Geschenkkartons platzierten, die Overtüre aus der Suite zum Ballett „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowski ( 1840 – 1893). Als der Patenonkel Droßelmeier anschließend die provisorische Bühne betrat, bekamen die jungen Zuschauer große Augen. Mit seinem komischen Anzug, den weißen Haaren und dem Bart kam der Mechanicus ihnen zunächst reichlich suspekt vor. Er rüttelte an einer kaputten Uhr, murmelte befremdliche Reime und sprach von merkwürdigen Dingen.

Man sah dem Schauspieler Frank Dukowski an der Nasenspitze an, welchen Spaß ihm die kauzige Rolle des erzählenden Onkels machte. Der Berliner schlüpfte außerdem im Wechsel in die verschiedensten Rollen. Einmal gab er die kleine Zuckerfee, mimte dann den verwunschenen Nussknacker, und schließlich verkörperte er den siebenköpfigen Mausekönig. Die Kinder waren begeistert. Fasziniert und mucksmäuschenstill verfolgten sie die wunderbare Geschichte vom verzauberten Nussknacker, der in der Weihnachtsnacht zum Leben erwacht, um gemeinsam mit den Spielzeugsoldaten im Kinderzimmer den bösen Mäusekönig zu besiegen. Am Ende der Geschichte wird der Nussknacker mit Hilfe von Clara von seinem Fluch befreit. Ihre Liebe ist stärker als die dunkle Magie.

Neben den berühmten Melodien von Tschaikowsky spielte das Saxophon-Quartett „Pindakaas“, was übrigens Erdnussbutter auf Niederländisch bedeutet, Auszüge aus den Kompositionen Schumanns, Strawinskys oder Mussorgskys. Doch die Musiker Thorsten Floth, Guido Grospietsch, Anja Heix und Matthias Schröder setzten nicht nur musikalisch Akzente, sondern hatten ebenso eine Vielzahl an witzigen schauspielerischen Parts.

„Es fühlt sich gut an, hier zu sein. Die Kinder sind so konzentriert dabei“, meinte Dukowski und ergänzte, dass er sich freue, auch in kleineren Schulen spielen zu können. „Die Vorstellung ist zu 50 Prozent von der Kulturstiftung der Sparkasse Münsterland Ost finanziert worden. Nur darum ist das überhaupt hier möglich“, erklärte er. Die Grundschulkinder waren jedenfalls am Ende hin und weg von der rezitativ-musikalischen Adaption des E.T.A. Hoffmannschen Kunstmärchens, das seine Berühmtheit Tschaikowskys Ballett verdankt.

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