Waldorfschul-Aufführung des „Christgeburtsspiels“ am heutigen Dienstag in der St.-Agatha-Kirche
Die Geschichte der Heiligen Nacht

Alverskirchen -

Wenn die Weihnachtszeit naht, rückt für die Lehrer und Schüler der Freien Waldorfschule die Theaterbühne in den Mittelpunkt. Das „Oberuferer Weihnachtsspiel“ ist Teil eines Zyklus von Myste­rienspielen, wie sie im Mittelalter üblich waren. Das Paradeis-Spiel, das Christgeburt-Spiel und das Dreikönig-Spiel wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Karl Julius Schröer wiederentdeckt und veröffentlicht.

Dienstag, 19.12.2017, 06:12 Uhr

Die Freie Waldorfschule bringt heute das Christgeburtsspiel (auch Krippenspiel oder Weihnachtsspiel genannt) zur Aufführung. Spielort ist diesmal die St. Agatha-Kirche. .
Die Freie Waldorfschule bringt heute das Christgeburtsspiel (auch Krippenspiel oder Weihnachtsspiel genannt) zur Aufführung. Spielort ist diesmal die St. Agatha-Kirche. . Foto: Bulla

Benannt sind die Theaterspiele nach dem Entdeckungsort „Oberufer“, einem bis 1918/20 von Deutschen und Ungarn besiedelten Dorf an der gleichnamigen Donaufurt. Am heutigen Dienstag steht das Christgeburtsspiel auf dem Programm, und der Aufführungsort ist diesmal nicht die Mehrzweckhalle der Waldorfschule, sondern die St. Agatha-Kirche in Alverskirchen.

Der Begründer der Anthroposophie und der Waldorfschulen, Rudolf Steiner (1861 – 1925), gab eine leicht modifizierte Fassung dieser Spiele heraus und regte deren Aufführungen an. Seither werden sie alljährlich an allen Waldorfschulen in der Weihnachtszeit von Lehrern, Mitarbeitern, Eltern und Freunden der Schule aufgeführt, teilt die Waldorfschule in einer Pressemeldung mit.

„Heutige Aufführungen halten sich gewöhnlich an den Originaltext, der sehr volksnah geschrieben und in einem donauschwäbischen Dialekt in Reimen abgefasst ist, wobei auch viel gesungen wird.“ Typisch für Schauspiele dieser Art sei, dass auch die ernsthaftere Handlung teilweise mit recht derbem Humor durchsetzt sei. Hinzu komme die volksnahe Verlagerung des biblischen Weihnachtsgeschehens in das vertraute bäuer­liche Umfeld. Dem Spiel vorangestellt sind Huldigungen an die Obrigkeiten und Autoritäten, an das Publikum und in scherzhafter Form auch an die Requisiten, wie zum Beispiel den Hut. Dergleichen war im Mittelalter bei fahrenden Schaustellern ebenso wie bei den Zünften Brauch, die solche Spiele aufführten.

Beginn der Aufführung ist am heutigen Dienstag um 17 Uhr.

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