Spielwaren Kieskemper gibt Standort Everswinkel auf
Suche nach einem „Ersatzspieler“

Everswinkel -

Das Spielen gehört zu den Grundbedürfnissen eines Menschen. Im Spiel entwickeln sich bei Kindern die Fähigkeiten, die später zum Überleben gebraucht werden. Spielen dient dazu, Gehirn und Körper weiterzuentwickeln. Für Erwachsene bedeutet Spielen geistige Beweglichkeit, Entspannung und Ausgleich zum Alltag. Im Geschäft Kieskemper gibt es viele Spiele. Und vieles mehr. Noch. Damit das so bleibt, suchen Anne und Rainer Kieskemper derzeit einen Nachfolger für den Standort Everswinkel.

Samstag, 06.01.2018, 08:01 Uhr

Hoffnung auf einen Nachfolger in Everswinkel: Anne Kieskemper (Mitte) mit ihren Mitarbeiterinnen Anna Schlautmann (l.) und Heike Kortenjann.
Hoffnung auf einen Nachfolger in Everswinkel: Anne Kieskemper (Mitte) mit ihren Mitarbeiterinnen Anna Schlautmann (l.) und Heike Kortenjann. Foto: Klaus Meyer

Seit 22 Jahren ist Kieskemper in Everswinkel ein Begriff für Spiel- und Schreibwaren, Modelleisenbahnen, Bücher, Schulranzen, Bücher, Besonderheiten wie Geburtstagskisten und Heliumballons und vieles mehr. Zunächst im heuten Ladenlokal von Bellmann, dann im Lohmann-Gebäude, seit vier Jahren am heutigen Standort.

Das Hauptgeschäft in Freckenhorst existiert bereits seit rund 90 Jahren und wird in dritter Generation geführt. „Wir haben immer gesagt, wenn wir 100 Jahre voll haben, gehen wir in Rente“, erzählt Anne Kieskemper im WN-Gespräch. Dass sie sich nun schon früher von der Everswinkeler Filiale trennen müssen, die damals in Nachfolge des Schleckermarktes „total durchrenoviert“ wurde, bedauert sie sehr. „Es ist ein super Laden, auch lohnenswert. Wir hätten ihn gerne weiter betrieben“, aber gesundheitliche Gründe machen den Schnitt erforderlich. Die Mehrfachbelastung mit zwei Standorten plus Internet-Handel ist nicht mehr tragbar. „Ich möchte Verantwortung abgeben, wir wollen mehr Zeit für uns haben“, sagt sie.

Ihre Hoffnung ist, dass sich jemand findet, der auf den 420 Quadratmetern Verkaufsfläche die Nachfolge antritt und auch künftig Spiel- und Schreibwaren verkauft. Ein „Ersatzspieler“ sozusagen. Und falls das nicht klappt, dass das Geschäftslokal zumindest auch weiterhin eine Nutzung erfährt. „Wir haben keinen bestimmten Tag. Das kann März oder April sein“, blickt Anne Kieskemper in die nahe Zukunft. Aber: „Wenn sich im Frühjahr niemand meldet, machen wir zu.“ Dann würde die seinerzeit erworbene Immobilie wieder verkauft. Für Everswinkel wäre es die bedauerliche Nachricht, „das Spiel ist aus“.

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