Anbau-Projekt Sportlerheim
Signal steht auf Grün

Alverskirchen -

Sportlich formuliert: Der Ball liegt bei der DJK Rot-Weiß, und der Weg zum Tor ist frei. Jetzt muss der Sportverein seinen Vorstoß nur noch erfolgreich abschließen und den Treffer erzielen. Mit dem einstimmigen Votum des Hauptausschusses am Dienstagabend ist die politische Vorentscheidung über die Sportstätten-Erweiterung praktisch gefallen. Der Ratsbeschluss am 20. März dürfte demnach nur noch Formsache sein.

Donnerstag, 15.03.2018, 09:03 Uhr

Mit der klaren Entscheidung im Hauptausschuss ist der Weg für den Alverskirchener Sportverein praktisch frei. Das politische Signal für das Anbau-Projekt steht auf Grün.
Mit der klaren Entscheidung im Hauptausschuss ist der Weg für den Alverskirchener Sportverein praktisch frei. Das politische Signal für das Anbau-Projekt steht auf Grün. Foto: Klaus Meyer

Nachdem Gemeindeverwaltung und Verein zuletzt in mehreren Gesprächen alle noch offenen rechtlichen und finanziellen Fragen geklärt haben und auch der Schul-, Sport- und Kulturausschuss bereits vorbehaltlich des abschließenden Ratsbeschlusses einstimmig vorberaten hatte, „geht es ja nur noch um das grundsätzliche O.K.“, erklärte Bürgermeister Sebastian Seidel . Ganz so fix ging es dann aber doch nicht.

Wichtig sei es der FDP-Fraktion, dass die Bauarbeiten an der Schnittstelle zum bestehenden Sportlerheim – und damit zum gemeindlichen Gebäude – von Fachleuten mit entsprechendem Nachweis vorgenommen würden, damit sich keine Schadensproblematik ergeben könne. Die Zustimmung sei ferner vom Lärmgutachten abhängig. Zudem müsse sichergestellt sein, dass nicht während des Bauprojektes dann doch noch vom finanzielle Wünsche vom Verein an die Gemeinde und die Politik herangetragen würden, betonte Fraktionssprecher Peter Friedrich . „Ein unwohles Gefühl bleibt in unserer Fraktion“, resümierte er und verwies auch auf die Vereinsversammlung am vergangenen Freitag. Dort wurde das Anbau-Projekt „so locker-flockig dargestellt, als ginge es um ein Gartenhäuschen“. Marc Schmidt (SPD) betrachtete es als legitim, angesichts der gemeindlichen Haushaltslage auch noch mal nachzufragen, damit es „keine bösen Überraschungen“ gebe. „Wir wissen sehr wohl das Engagement und die Eigenleistung der DJK Rot-Weiß zu würdigen.“

Der Bürgermeister sah die Sache weniger kritisch, machte aber deutlich, „irgendjemand muss ja die Haftung uns gegenüber übernehmen“. Der Verein wolle sich nach dem positiven Ratsbeschluss am 20. März aktiv dem Bauprojekt widmen und dann auch festlegen, welche Arbeiten genau in Eigenleistung erfolgen sollen. Seidel stimmte zu, dass das Lärmgutachten noch vorgelegt werden müsse, denn dieses sei auch die Bedingung für die Genehmigung. Es dürften sich keine Einschränkungen für die anderen Sportstätten ergeben, sonst sei die Freigabe hinfällig. „Bis es zur Baugenehmigung kommt, vergehen auch noch einige Monate“, machte Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher klar.

Für CDU-Fraktionschef Dirk Folker waren indes alle Aspekte durch den Fragenkatalog und die vertragliche Vereinbarung zwischen Verein und Gemeinde geklärt. „Ich habe das Gefühl, dass sich der Sportverein sehr wohl bewusst ist, auf welchen Weg er sich begibt“, und er werde das auch gut zum Abschluss bringen. „Es ist alles im Vorfeld getan worden, was getan werden konnte.“ So sah es auch André Gerbermann (CDU). Der Sportverein „wird noch seine Hausaufgaben machen“ bezüglich der Projektrealisierung und dann entscheiden.

„Ich kann verstehen, dass die DJK Rot-Weiß bauen will, und sie wird auch unser O.K. bekommen.“ Dennoch hätte es insgesamt gesehen besser laufen können, blickte Friedrich auf jene Zeit zurück, als es um zusätzliche Räumlichkeiten für Grundschule, Kindergarten und Sportverein ging und auch der Gasthof Grause als Gebäude für eine gemeinsame Nutzung in den Überlegungen war, letztendlich dann aber anders entschieden worden sei, so dass der Sportverein allein dastand und aktiv werden musste. „Da ist die eine oder andere Chance vertan worden.“

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