Frauen-Frühstück der KFD
Die Tiefen der Mutter-Tochter-Beziehung

Everswinkel -

Eine spannende und muntere Diskussion führten die rund 20 Teilnehmerinnen des Frauenfrühstücks, zu dem die KFD Everswinkel eingeladen hatte. Das Thema „Mütter und Töchter“ und ihre ganz besondere Beziehung hatte einzelne Frauen, aber auch einige Mütter mit ihren Töchtern ins Pfarrheim gelockt und damit auch jüngere Frauen angesprochen, was KFD-Sprecherin Margret Lamenta, besonders freute.

Samstag, 24.03.2018, 08:03 Uhr

Mütter- und Töchter-Generation waren beim Frauen-Frühstück der KFD vertreten, zu dem Katharina Frönd als Referentin eingeladen war.
Mütter- und Töchter-Generation waren beim Frauen-Frühstück der KFD vertreten, zu dem Katharina Frönd als Referentin eingeladen war. Foto: KFD

Für viel Gesprächsstoff sorgte Katharina Frönd, Diplom-Theologin und KFD-Frau aus Ostbevern, mit ihrem Vortrag über historische wie psychologische Aspekte der Mutterschaft, des Frauenbilds und der Mutter-Tochter-Beziehung. Ohne sich zu tief in Details zu verlieren, spannte sie den Bogen von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter in der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit.

Dass letztlich das Neue Testament und das christliche Eherecht Anstoß zur Entwicklung des neuzeitlichen Frauenbildes gaben, war dabei ebenso interessant wie die Feststellung, dass das Frauenbild der 50iger Jahre bis heute noch für viele Probleme in der Gleichberechtigung verantwortlich sei. Intensiv diskutiert wurde das weiter aktuelle Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die gesellschaftlichen Vorbehalte, denen sich Frauen dabei gegenübersähen. Dazu zählten auch die immer noch nicht ausreichenden Angebote zur Kinderbetreuung für alle Familien, bei denen Väter und Mütter gleichermaßen arbeiten wollten oder müssten.

„Darüber hinaus berührte das Gespräch jedoch auch die Tiefen der Mutter-Tochter-Beziehung, der lebenslange Bedeutung, die eine Mutter als körperliches wie persönlichkeitsbildendes Vorbild für die Tochter hat, ganz gleich ob es dabei um Übereinstimmung oder bewusste Abgrenzung geht“, teilt die KFD in einer Presseinformation mit. In der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung entstehe gegenüber früheren Zeiten ein neues, vielfältiges, mehr individualisierendes Mütterbild. Dieses neue Bild der Mutter, so hofft die Referentin, könne dazu beitragen, dass „die Mutter als Mythos endlich Platz macht für vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten für jede einzelne Mutter aus Fleisch und Blut“.

Am Ende des informativen, geselligen Vormittags war man sich im Wunsch einig, dass ein nächstes Frühstück das Thema Mütter, Söhne und Schwiegertöchter aufgreifen sollte.

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