Projekt Klassenbaum-Allee ist abgeschlossen
55 Bäume der Erinnerungen

Everswinkel/Alverskirchen -

55 Linden auf insgesamt 2 800 Metern – zum letzten Mal setzten in diesem Jahr die vierten Klassen der beiden Grundschulen in der Gemeinde ihren Klassenbaum an den Radweg entlang der Kreisstraße 3 zwischen den beiden Ortsteilen Alverskirchen und Everswinkel. Initiiert seinerzeit vom Bürger-Team Alverskirchen, ist seit 2006 eine Allee entstanden, deren letzte Lücke nun am Dienstag geschlossen wurde.

Mittwoch, 25.04.2018, 07:04 Uhr

Zum letzten Mal trafen sich Viertklässler beider Grundschulen an der K3, um ihre Klassenbäume einzuweihen. Die Allee ist nach zwölf Jahren fertig.
Zum letzten Mal trafen sich Viertklässler beider Grundschulen an der K3, um ihre Klassenbäume einzuweihen. Die Allee ist nach zwölf Jahren fertig. Foto: Nicole Roer

„Um unseren Baum ist noch kein Rasen gewachsen, da ist noch Erde“, wussten Alina Ruwe und Emily Strohbücker aus der 4. Klasse der Grundschule Alverskirchen zu berichten. „Die ersten Bäume sind schon ganz stattlich geworden“, freute sich Hermann-Josef Jansen von den Gemeindewerken, der auf seinem Hinweg die Bäume von 2006 gesehen hatte. Nicht nur die Bäume, auch die Schülerinnen und Schüler, die sie gepflanzt hatten, haben sich in den letzten Jahren entwickelt und dürften mittlerweile in Studium oder Berufsausbildung stecken.

So wie die ehemaligen Schulkameraden über ihren Klassenbaum verbunden sind, so sind über die Allee nun auch die beiden Ortsteile in einer besonderen Weise miteinander verbunden. „Sie ist ein tolles Symbol, das zeigt, dass die vermeintlichen Spannungen zwischen den Ortsteilen in Eurer Generation gar nicht mehr so existent sind“, richtete sich Bürgermeister Sebastian Seidel an die Viertklässler.

Großer Bahnhof bei der letzten Pflanzaktion: Vertreter der Schulen, der Gemeinde, des Kreises, des Bürger-Teams und der GWE kamen am Treffpunkt Stele zusammen.

Großer Bahnhof bei der letzten Pflanzaktion: Vertreter der Schulen, der Gemeinde, des Kreises, des Bürger-Teams und der GWE kamen am Treffpunkt Stele zusammen. Foto: Nicole Roer

Zwar stehen entlang der Kreisstraße Linden, doch liegt eigentlich der Fokus am heutigen 25. April, dem Tag des Baumes, auf der Esskastanie. Sie ist der Baum des Jahres 2018. Auch der ist in den Straßen der Gemeinde zu finden. Ein Exemplar etwa in der Overbergstraße in Nähe der Rad- und Fußwegeverbindung zur Schorlemerstraße, beschrieb Umweltberater Bernd Schumacher den Standort.

„Wenn Kinder Bäume pflanzen, ist das ein schönes Zukunftszeichen“, stellte Heinz-Jürgen Müller, Leiter des Amtes für Planung und Naturschutz beim Kreis Warendorf, fest und zeigte sich stolz, dass die Allee entlang einer Kreisstraße entstanden ist. Gerne habe der Kreis die Bäume dafür zur Verfügung gestellt. Auch die Gemeindewerke, die die Steelen zur Verewigung der Klassen stellten und der Gemeinde-Bauhof, der die ganzen Bäume eingepflanzt hat, waren an der Verwirklichung des Projektes beteiligt. Bei Milch und Kakao vom DMK feierten die Schüler ihr wohl schönstes Erinnerungsstück an die Grundschulzeit.

Welche Ehre dies sei, erklärte ihnen Dagmar Gilsdorf vom Bürger-Team, deren Sohn ein Jahr zu früh, also im Jahr 2005, die Grundschule verlassen hatte und gerne einen solchen Klassenbaum gehabt hätte. Auf den Rückweg zur Schule begutachteten Klassenlehrerin Karin Piendl und ihre Viertklässler, die bald an weiterführenden Schulen im gesamten Kreis verteilt sein werden, ihren gemeinsamen Baum. Bürgermeister Seidel zeigte sich zuversichtlich, dass wenn man einen geeigneten Standort finde, die Aktion in naher Zukunft weiter fortgesetzt werden könnte.

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