Straßenfest am Königskamp
Kriegsbeil beim Frühstück begraben

Alverskirchen -

Ende gut – alles gut? Die neuen Anwohner des Königskamp sind jedenfalls schnell heimisch geworden in ihrem neuen Baugebiet. Ihren Zusammenhalt demonstrierten sie am Sonntag bei einer großen Frühstücksrunde unter freiem Himmel. Angestoßen hatte die Aktion die ortsansässige CDU. Die Veranstaltung sorgte nicht nur für Gemeinschaftsgefühl – ein großer Teil der Einnahmen geht an den St.-Agatha-Kindergarten.

Montag, 14.05.2018, 17:05 Uhr

Eine lange Reihe Tische kam beim Königskamp-Frühstück zusammen.
Eine lange Reihe Tische kam beim Königskamp-Frühstück zusammen. Foto: CDU

Eine sonnige Premiere! Genau so wie die fast 200 Besucher lachte beim ersten Bürgerfrühstück im Neubaugebiet „Königskamp“ in Alverskirchen am Sonntag auch die Sonne. Den Anstoß gegeben hatte die ortsansässige CDU . „Wir hatten die Idee schon 2016, haben die Aktion dann aber weiter nach hinten geschoben, um im Wahljahr nicht zu polarisieren“, erklärte der CDU Vorsitzende Werner Lemberg .

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben – und die Idee stieß direkt auf große Resonanz: „Wir haben 150 feste Anmeldungen im Vorfeld erhalten“, schilderte Lemberg. „Wegen des guten Wetters rechnen wir aber mit mindestens 200 Leuten.“

Eine Kanne Kaffee gratis zum Wachwerden gab es zur Begrüßung – für den Rest sorgten Besucher und Nachbarn selbst. Speck, Rühr- und Spiegelei brutzelten schon bald um die Wette und kamen – unentgeltlich – an die hungrigen Frühstücksgäste. Um eine Spende wurde trotzdem gebeten – nicht nur, um die Unkosten zu decken, sondern um selbst spenden zu können: Alle Einnahmen gehen an den St.-Agatha-Kindergarten.

Auch ein lokaler Bäcker half mit. Die Inhaber der Bäckerei Diepenbrock kamen mit einem Brötchenwagen und gaben bunt gemischte Tüten an alle Teilnehmer aus. Jeder durfte nach belieben das zahlen, was er wollte. „So ist es unkomplizierter, und die Leute kommen schnell zum Frühstücken“, erläuterte Marc Mundri, Inhaber von Diepenbrock. „Wir haben dafür extra etwa 60 Tüten mit 500 Brötchen bestückt.“

Das Konzept ging auf: Musik tönte aus Lautsprechern, Lachen erfüllte die Luft, und die Kinder stürmten die Hüpfburg. Doch ganz ohne Politik ging es dann doch nicht: „Ich möchte betonen, dass der Königskamp nie rechtswidrig gewesen ist“, sagte der CDU-Vorsitzende noch einmal deutlich angesichts der kontroversen Diskussionen in der Vergangenheit. Inzwischen allerdings sei der Bauabschnitt Königskamp III in Planung. Die meisten Eigentümer stammten zudem aus eigenen Reihen – überwiegend alteingesessene Familien, die sich den Traum von einem Eigenheim erfüllt haben.

Bürgermeister Sebastian Seidel ging noch weiter: „Wir müssen endlich das Kriegsbeil begraben. Wir machen Politik für den Ort, und der Ausbau gehört dazu.“

Der offizielle Teil der Veranstaltung endete um 13:00 Uhr. Die Nachbarschaft des Königskamp hielt jedoch noch etwas in der Hinterhand. „Wer möchte, kann gerne noch auf ein Würstchen und ein Bier bleiben“, verkündete Friederike Stähler, Sprecherin für die Nachbarschaft. Eine Einladung, der viele Leute folgten.

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