Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank Münster
Wachstum und Weichenstellung

Everswinkel/Freckenhorst/Münster -

Die Vereinigte Volksbank Münster begegnet den Herausforderungen eines zunehmend schnelleren gesellschaftlichen Wandels und den langfristigen Entwicklungen am Bankenmarkt wie Niedrigzins, Wettbewerbsdruck, Regulierung und Digitalisierung. Die Bank setzt dabei auf den Ausbau persönlicher Kontakte und digitaler Technik, wurde im Rahmen der Vertreterversammlung verdeutlicht.

Donnerstag, 14.06.2018, 07:50 Uhr

Zufrieden mit der Volksbank-Entwicklung (v.l.): Thomas Jakoby (Vorstand), Martin Gesigora (Aufsichtsrat), Gerhard Bröcker (Vorstandssprecher), Uwe Fröhlich, designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK, Hans-Jürgen Eidecker (Vorsitzender Aufsichtsrat) und Friedhelm Beuse (Vorstand).
Zufrieden mit der Volksbank-Entwicklung (v.l.): Thomas Jakoby (Vorstand), Martin Gesigora (Aufsichtsrat), Gerhard Bröcker (Vorstandssprecher), Uwe Fröhlich, designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK, Hans-Jürgen Eidecker (Vorsitzender Aufsichtsrat) und Friedhelm Beuse (Vorstand). Foto: Vereinigte Volksbank

Durch eine stärkere Verzahnung analoger Finanzdienstleistungen mit der digitalen Welt will das Institut seinen Mitgliedern und Kunden die technisch unterstützte, freie Wahl der Kommunikations-, Beratungs-, Informations- und Zugangswege zur Bank anbieten, heißt es in einer Presseinformation

Die Volksbank habe im vergangenen Jahr rund 700 000 Euro in die Weiterentwicklung ihres Kunden-Dialog-Centers investiert und dieses zu einer „digitalen Filiale“ ausgebaut. Das erweiterte Angebot umfasse jetzt auch die mediale Beratung per Video- und Chatfunktion zu allen Beratungsthemen. Gleichzeitig bleibe die Bank mit einem umfangreichen Angebot an Selbstbedienungsfunktionen an mehr als 30 Standorten im Geschäftsgebiet präsent.

Vorstandssprecher Gerhard Bröcker präsentierte den über 300 Vertretern im Mövenpick Hotel Münster eine sehr zufriedenstellende Wachstumsbilanz fürs Geschäftsjahr 2017. „Im Jahr des 200. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist unser Geschäftsmodell als genossenschaftliche Regionalbank so aktuell wie eh und je.“Mit einer Bilanzsumme von 2,35 Milliarden Euro und einem Kundengeschäftsvolumen von über 5,5 Milliarden Euro sei die Volksbank weiter auf gutem Kurs. Das Kreditgeschäft habe um 3,4 Prozent zugelegt, Investitionen von fast 2,5 Milliarden Euro habe das Institut finanziert. Das Neugeschäftsvolumen von rund 500 Millionen Euro sei bemerkenswert. „Hier leisten unsere Berater hervorragende Arbeit für unsere 119 000 Kunden, von denen 63 000 auch unsere Mitglieder sind.“ Das angelegte Vermögen der Kunden legte um 6,5 Prozent auf jetzt 3,05 Milliarden Euro zu.

Das Zinsergebnis ist trotz Ausbau der Geschäfte mit 43,4 Millionen Euro weiter rückläufig (minus 2,4 Prozent). Weil das Provisionsergebnis auf hohem Niveau noch einmal um 16,8 Prozent auf 23,5 Millionen Euro zulegte und der Verwaltungsaufwand auf 48,3 Millionen Euro reduziert wurde, stimme aber die Zahl unterm Strich: Alles in allem stieg das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in 2017 um mehr als ein Drittel auf jetzt 15,8 Millionen Euro.

Die Vertreterversammlung beschloss, dem Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Gewinnverwendung zu folgen und diskutierte intensiv die Entwicklung im Filialgeschäft der kommenden Jahre. An die Mitglieder wird eine Dividende von vier Prozent auf die Mitgliederguthaben ausgeschüttet. Mit 3,2 Millionen Euro wurde das Eigenkapital dotiert.

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