Waldorfschule: Künstlerischer Abschluss
Motto „Vom Ich zum Wir“

Everswinkel -

Es wurde bunt und spannend am Mittwochabend in der Waldorfschule Everswinkel. Unter dem Motto „Vom Ich zum Wir“ feierte der 11. Jahrgang seinen künstlerischen Abschluss. Gesang, Tanz und Sketche wurden in den unterschiedlichsten Sprachen dargeboten. „Bei dem Motto geht es nicht nur um die Klassengemeinschaft, sondern auch um die Gesellschaft allgemein“, erklärten die Stufenleiter Kurt-Martin Konnow und Christiane Hakenes.

Freitag, 06.07.2018, 06:10 Uhr

Der künstlerische Abschluss des 11. Jahrgangs der Freien Waldorfschule stand unter dem Motto „Vom Ich zum Wir“.
Der künstlerische Abschluss des 11. Jahrgangs der Freien Waldorfschule stand unter dem Motto „Vom Ich zum Wir“. Foto: Rebecca Lek

Alle Vorführungen wurden im Rahmen des Unterrichts von den Schülern entwickelt. Vier Wochen lang arbeiteten sie konzentriert auf diesen Abend hin. Sie bezeichneten die Proben selber zwar oft als „chaotisch“, beschrieben dies aber als markant für die Stufe. Der Eintritt war frei und die Besucher konnten sich auf Leckereien der Eltern aus der Stufe neun freuen, die mit den Einnahmen die Englandfahrt unterstützen.

 

Leider ging es holprig los. Die Zuschauer mussten eine gute halbe Stunde warten, bevor das Programm starten konnte. Während die Schüler bereitstanden, versagte die Technik. Hilfe aus dem Publikum sei Dank, konnte der Abend dann doch noch beginnen. Am Anfang wurde der Kurzfilm „Das Disney in uns“ gezeigt, bei dem die gesamte Stufe mitgewirkt hat. Sie schlüpften in die Rollen von bekannten Disney-Figuren, um eine ungewöhnliche Party zu feiern. Gesang und komödiantische Sketche rissen an dem Abend das Publikum am meisten mit. Ob „Mad World“ oder „This is me“ – gesungen von Xana Blom, Alina Dahl, Maya-Rahel Huhn und Ronja Reinshagen – auf beide Titel folgte tosender Applaus.

 

Ebenso war die politische Satire „Der Traum“, bei dem unter anderem US-Präsident Donald Trump und Facebook-Chef Mark Zuckerberg ihr Fett weg bekamen, ein voller Erfolg. Die Stufe befasste sich jedoch auch kritisch mit einigen Themen: Krieg und seine Folgen sowie die ständige Präsenz des Smartphones und die permanente Erreichbarkeit wurden in mehreren Sketchen thematisiert.

Besonders beeindruckt schien das Publikum von der Darbietung „Was wisst ihr schon davon“. Aus der Feder von Maya-Rahel Huhn stammen drei Szenen, die von je zwei Schülern als Standbild dargestellt und die erzählt wurden. So gab es eine Szene an der Supermarktkasse, bei der sich die Kassiererin ständig verrechnete und den Kunden damit verärgerte. Er trug das Rasierwasser ihres Vergewaltigers, und seine Frau lag im Koma. Eine tiefgründige Darstellung davon, dass man nicht immer begreifen kann, wieso der Mensch handelt wie er handelt. Zudem konnten sich die Zuschauer an Selbstporträts der Schüler erfreuen, die im Saal ausgestellt waren. Für die Klasse elf ein erfolgreicher, wenn auch langer Abend.

 

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