Ferienprogramm
Mit offenen Augen durch den Wald

Everswinkel -

„Mit offenen Augen durch den Wald“ nannte sich die Ferienprogramm-Aktion, zu der Verkehrsvereinsvorsitzender Fred Heinemann und der Hegering jetzt einluden.

Montag, 13.08.2018, 14:16 Uhr

Lehrreicher Ausflug über Feld, Wald und Wiesen: Martin Gerdemann zeigte sich erschrocken über die Trockenheit der Wasserstelle für die Waldtiere. Fußabdrücke des Rehwildes und von Waldvögeln wurden so aber gut sichtbar.
Lehrreicher Ausflug über Feld, Wald und Wiesen: Martin Gerdemann zeigte sich erschrocken über die Trockenheit der Wasserstelle für die Waldtiere. Fußabdrücke des Rehwildes und von Waldvögeln wurden so aber gut sichtbar. Foto: Günther Wehmeyer

Eines muss man dem Verkehrsvereinsvorsitzenden Fred Heinemann zugestehen: Seine Kreativität hinsichtlich der Gestaltung des Ferienprogramms ist schon sehr bemerkenswert. Erstmals hatte Heinemann in diesem Jahr einen informativen Nachmittag unter dem Motto „Mit offenen Augen durch den Wald“ angeboten. Für die fachlich kompetente Unterstützung konnte er Martin Gerdemann und Marcel Kortenjan vom Everswinkeler Hegering gewinnen.

Der Spaziergang richtete sich an Erwachsene und Kinder. Leider war die Gruppe, die sich zunächst mit dem Fahrrad auf den Weg machte recht überschaubar. Schade, denn für die Teilnehmer wurde es ein lehrreicher Ausflug über Feld Wald und Wiesen.

Neben dem Aufsuchen von unterschiedlichen Spuren, wie Abdrücke von Tierfüßen, Verbiss- und Fegespuren an Baumrinden, sowie zahlreiche Fährten an Wildwechseln war es den beiden Waldexperten auch ein Anliegen, insbesondere die Bedeutung des Naturschutzes hervorzuheben. „Wir leben hier zwar in einer Kulturlandschaft, aber gerade deshalb ist es wichtig, von der Natur nicht nur zu nehmen, sondern ihr auch etwas zurückzugeben“, war das Anliegen von Gerdemann und Kortenjan.

Die an den Ackerrändern angelegten Blühstreifen seien dazu ein wichtiger Schritt.

Den ersten Stopp macht die Radler-Truppe nahe einer Neupflanzung in einem Waldgebiet in der Bauerschaft Versmar. „Die Einzäunung schützt die jungen Bäume vor Verbiss durch das Rehwild, und gibt gleichzeitig den dort lebenden Kleintieren, wie beispielsweise Fasanen, einen Schutz“, lautete Martin Gerdemanns Erklärung.

Auf der weiteren Erkundung war am Rande im hohen Gras deutlich der Weg eines Wildwechsels zu erkennen.

Der Richtung ein paar Schritten folgend, fanden die Wald-Erkunder dann auch den Grund: Eine Wasserstelle, die allerdings diese Bezeichnung nicht mehr verdiente. „Ich habe noch nie erlebt, dass diese Stelle trocken gefallen ist“, zeigte sich Gerdemann sichtlich erschrocken. Für die Teilnehmer an der Tour hatte dies dagegen auch etwas Gutes. In dem weichen Boden waren die Spuren von Rehwild und von einigen Waldvögeln deutlich zu erkennen.

Der Rest des Weges konnte dann nur noch zu Fuß zurückgelegt werden. Auch hier hatten Gerdemann und Kortenjann Spannendes zu zeigen. „Die so genannten Fegespuren an den Bäumen geben Zeugnis darüber, dass hier ein Rehbock den Bast von seinem Gehörn abgestreift hat“, erläuterten die Experten. Interessantes über Fuchsbauten gab’s auf der letzten Station der Erkundung. „Obwohl Dachs und Fuchs sich in der freien Natur nicht gut verstehen, leben sie manchmal zusammen in einem Bau“, erfuhren die Gäste der Waldexpedition. „Wir haben es schon erlebt, dass erst der Fuchs aus seinem Bau herauskam und der Dachs kam hinterher.“

Zum Abschluss des Ferienprogramms lädt der Verkehrsverein am Mittwoch, 29. September, um 17 Uhr zu einer Radtour entlang der Wegekreuze ein.

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