Erlebnisreiche Sommerschleppjagd in Alverskirchen
Von Wasserstelle zu Wasserstelle

Alverskirchen -

Das nennt man dann wohl auch Jagdglück. In diesem Fall aber nicht das Erlegen einer Beute, sondern die abgemilderte Sommerhitze zum Jagdtag mit Hundemeute. Auf dem Hof Steinmeier-Beese fanden sich mehr als 20 Reiter und die Hunde der Beagle-Meute-Münsterland mit ihrer Equipage ein, um zu einem gemeinsamen großen Erlebnis in der Natur aufzubrechen.

Freitag, 17.08.2018, 15:04 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 17.08.2018, 07:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 17.08.2018, 15:04 Uhr
Sommerschleppjagd in der Landschaft rund um Alverskirchen Das Bild zeigt die Jagdgesellschaft mit den beiden Gastgeberinnen Cornelia Steinmeier (l.) und Marie-Theres Steinmeier-Beese (r.) sowie der 31-köpfigen Beagle-Meute.
Sommerschleppjagd in der Landschaft rund um Alverskirchen Das Bild zeigt die Jagdgesellschaft mit den beiden Gastgeberinnen Cornelia Steinmeier (l.) und Marie-Theres Steinmeier-Beese (r.) sowie der 31-köpfigen Beagle-Meute. Foto: Privat

Der Begrüßung der Teilnehmer – umrahmt von Jagdsignalen und Jagdstücken durch die Parforcehornbläser der Pferdesportfreunde Dorffeld – war die Verteilung von Wasserstellen im Gelände vorausgegangen, an denen die Hunde „auftanken“ sollten. Die Pferde zeigten sich relativ unbeeindruckt von den Temperaturen der jüngsten Zeit. Die Reiter in schmucker Jagdreiter-Kleidung – die erfahrenen in traditionellem Rot, die weniger Erfahrenen oder die mit jungen Pferden in gedeckter Farbe – sowie die Meute mit erwartungsvollen Stimmen wurden sicher geführt von der Equipage. Das sind geländeerfahrene Reiter und Pferde, die in der Meuteführung ausgebildet sind und mit Jagdleiterin Hannah Jasper für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgten. Unterstützt wurden sie von der sehr erfahrenen Jagdreiterin und Gastgeberin Cornelia Steinmeier, deren Mutter Marie-Theres, ehemals selbst Meute-Halterin, und der Jungpikörin Marika Haves aus Wolbeck.

So gerüstet, konnte die rund zehn Kilometer lange Strecke in einzelnen Abschnitten im flotten Tempo bewältigt werden. „Die Nachbarn hatten Wiesen und Wege bereitgestellt und das Ackerland fein bearbeitet, so dass die Hunde auch auf trockenem Boden unbeschadet die Fährte aufnehmen konnten“, heißt es im Pressebericht der Veranstalter. Wo sonst nasses Gras den Hunden die nötige Abkühlung bringt und die feinen Nasen sauber hält, mussten diesmal der Gang in die Angel und bereitgestellte Wasserbehälter für Abkühlung sorgen. Schrittstrecken zwischen den Jagdabschnitten sicherten den Pferden Erholungspausen zu, und aus den Reihen der zahlreichen Zuschauer bekamen die Reiter Wasser gereicht. „Marscherleichterung“ – sprich die Genehmigung, das Jackett während des Rittes auszuziehen – gab es dagegen nicht.

Auf den „Höhenzügen“ der Alverskirchener Bauerschaft Evener am Hof Spliethoff bot sich Reitern und Zuschauern „eine zwar sehr trockene, aber zugleich auch malerische Landschaft. Bei der Bezeichnung ,Bergschleppe folgt‘ mussten die Alverskirchener aber ein mildes Lächeln der angereisten Jagdreiter aus dem Tecklenburger Land aushalten.“

Der letzte Fährtenabschnitt führte zum Hof der Familie Neumann, die der Jagdgesellschaft gastfreundlich ein schattiges Plätzchen an der Nordseite des Hofes bot. „Hier, in dem tief ausgebaggerten Teich, fanden die Hunde das nasse Element, dass sie dringend benötigten. Der morastige Boden des Teiches allerdings hinterließ seine Spuren auf dem dreifarbigem Fell der Spürnasen.“ Cornelia Steinmeier als Vorsitzende der „Pferdsportfreunde Dorffeld e.V. Alverskirchen“ dankte bei der Curree – der Belohnung der Hunde mit einem Pansen – den Reitern für faires Reiten, den Helfern für die Unterstützung bei der Vorbereitung, dem Hindernisbau, der unterstützenden Begleitung, und schließlich den Hunden für ihren begeisternden Einsatz. „Jagdreiten – als Krone der Reiterei bezeichnet – birgt eine große Verantwortung aller Teilnehmer der Natur, den Hunden und Pferden gegenüber und verpflichtet zu respektvollem Umgang miteinander und zu Dank. Dieser Tag, der nach der Versorgung der Tiere harmonisch im Schatten des Gartens endete, zeigte, dass unsere Reiter darum wissen“, so Steinmeier.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5981187?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Eltern zwischen Angst und Hysterie
Noch ist keinem Kind wirklich etwas passiert – dennoch sind die Eltern in den Schul- und Kita-Bezirken, in denen Jungen und Mädchen von Fremden angesprochen wurden, in großer Sorge.
Nachrichten-Ticker