Gemeinsame Kunst-Aktion mit dem Dorfmaler
Der Kreativität freien Lauf gelassen

Everswinkel -

Noch bis zum 30. September ist Dorfmaler Wowa – sprich Wladimir Gurski – in der Vitus-Gemeinde zu Gast und setzt sich auf künstlerische Weise mit den Menschen vor Ort auseinander. Als mobiles Atelier und Begegnungsstätte für Künstler und Bürger dient ein roter Bauwagen, der zurzeit im Möllenkamp steht. Am vergangenen Samstag war Wowa jedoch nicht in seinem rollenden Atelier zu finden. Das hatte seinen Grund.

Dienstag, 04.09.2018, 17:06 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.09.2018, 09:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 04.09.2018, 17:06 Uhr
Gemeinschaftsaktion der Künstler Stefan Lutterbeck, Wladimir „Wowa“ Gurski, Leonie Große, Michael Langer und Jafa Sheko. Sie entwickelten mit den bereitgestellten Materialien eine baumartige Skulptur.
Gemeinschaftsaktion der Künstler Stefan Lutterbeck, Wladimir „Wowa“ Gurski, Leonie Große, Michael Langer und Jafa Sheko. Sie entwickelten mit den bereitgestellten Materialien eine baumartige Skulptur. Foto: Stephan Ohlmeier

Vielmehr gestaltete er mit den vier heimischen Künstlern Leonie Große, Stefan Lutterbeck, Jafa Sheko und Michael Langer im Gewerbegebiet Grothues eine eigene Skulptur. Die Firma Transporte Lemmermann hatte dafür eigens ihre Halle zur Verfügung gestellt.

„Jeder Künstler hat ganz unterschiedliche Stärken und Schwerpunkte. Es ist spannend, was sie zusammen entwickeln“, sagte Herbert Schulze vom Arbeitskreis „Bildende Kunst“ des Kulturkreises Everswinkel.

Während Große, Lutterbeck und Langer eher im Bereich der Skulpturen künstlerisch wirken, haben sich Sheko und Gurski der Malerei verschrieben. Alle Künstler hatten sich auf Nachfrage spontan dazu bereiterklärt, am gemeinsamen Kunstprojekt unter dem Titel „Grenzüberschreitung“ mitzuwirken.

„Wir haben den Künstlern heute Morgen nur die Materialen zur Verfügung gestellt und ansonsten ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt“, erzählte Marjolein van Dijk. Einzige Voraussetzung: Das Kunstwerk muss transportabel sein. Neben Naturmaterialien wie Baumstämmen und stabilen Ästen lagen auch Metallprodukte wie Draht, Reste eines Zauns oder Ketten und Zahnräder eines Fahrrades bereit. Ebenso konnten die Künstler bunte Farben nutzen.

„Nach kurzer Beratung haben wir uns dazu entschieden, zunächst ohne Konzeption anzufangen“, verriet Michael Langer. Um das Kunstwerk transportieren zu können, sei man sich aber einig gewesen, eine Holzpalette als Sockel zu nutzen. Darauf habe man den dicksten Holzklotz, den man finden konnte, montiert und dann seiner Kreativität freien Lauf gelassen. Auch ohne viel Worte zu wechseln, klappte die Zusammenarbeit hervorragend. Entstanden ist im Verlauf des Tages ein baumartiges Gebilde mit einer Mischung aus Natur und Technik. Die Blätter dieses Baumes bilden Fahrrad-Zahnräder, Eisenringe und einige metallene Bänder als Verzierung. Zudem haben sich kleine Vögel, die aus Metall gefertigt wurden, im Baum angesiedelt. Natürlich ließen es sich die Künstler nicht nehmen, ihre Skulptur bunt anzumalen und somit auch Lebensfreude zu vermitteln.

Einen Namen für das Kunstwerk gibt es übrigens nicht. „Wenn wir 100 Leute vorbeilaufen lassen, haben wir am Ende 90 unterschiedliche Namen, und zehn von ihnen fällt nichts ein“, prophezeite Langer. Wie van Dijk verriet, soll die Skulptur der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Man werde sich in den kommenden Wochen Gedanken für einen passenden Ort machen und diesen dann bekanntgeben.

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