Kriminal-Hauptkommissarin warnt vor Leichtgläubigkeit
Die Tricks der Betrüger

Everswinkel -

Wertvolle Informationen gab es beim jüngsten Treffen des Seniorenkreises an der evangelischen Johannes-Kirche. Karina Cajo, Kriminal-Hauptkommissarin im Kommissariat Prävention der Kreispolizeibehörde Warendorf, war vom Organisationsteam des Seniorenkreises eingeladen worden, um die Mitglieder des Seniorenkreises vor den üblen Betrügereien von organisierten Banden, die es vornehmlich auf ältere Personen abgesehen haben, zu warnen.

Samstag, 08.09.2018, 06:11 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 08.09.2018, 06:11 Uhr
Karina Cajo vom Kommissariat Kriminalprävention referierte auf Einladung des Evangelischen Seniorenkreises in Everswinkel.
Karina Cajo vom Kommissariat Kriminalprävention referierte auf Einladung des Evangelischen Seniorenkreises in Everswinkel.

„Immer wieder gibt es Menschen, die auf den so genannten Enkel-Trick hereinfallen“, erläuterte die Hauptkommissarin. „Fremde Personen rufen an und geben sich als vermeintlich bekannte Person, beispielsweise als ein Enkel, zu erkennen“, beschrieb Cajo das psychologisch geschickte Vorgehen der Betrüger. „Die Angerufenen werden gebeten, eine dringend benötigte Geldsumme einem Boten zu übergeben.“ Mit der anschaulichen Schilderung des Geschehens wurde den Senioren verdeutlicht, dass es den Anrufern oft schnell gelinge, das Vertrauen des Betrugsopfers zu gewinnen.

Ausführlich widmete sich Karina Cajo dem Vorgehen von so genannten falschen Polizisten. „Ein Anrufer, bei dem die Nummer 110 auf dem Display erscheint, warnt Sie vor Diebesbanden, die es auf Geld und Wertsachen in Ihrer Wohnung abgesehen haben“, führte die Polizistin aus. „Sie werden gebeten, Ihre Habseligkeiten einem vermeintlichen Polizisten an der Haustür zu übergeben.“ Auch hier beschrieb Cajo tatsächliche Straftaten, die ihren Warnungen besonderen Nachdruck verliehen.

Ein paar Tipps, wie man sich vor solchen Betrügern schützen kann, hatte Cajo auch mitgebracht: „Die Polizei ruft nie unter der Nummer 110 an. Wenn die 110 auf dem Display Ihres Telefons erscheint, geben Sie keine Auskünfte und verständigen Sie die Polizei“, lautete einer Ihrer Ratschläge. „Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen.“ Von der Annahme eines Gesprächs mit Nennung des Namens riet die Kriminalbeamtin ebenfalls ab. „Und lassen Sie Ihren Vornamen aus dem Telefonbuch streichen oder kürzen sie in mit einem Buchstaben ab, denn aus dem Vornamen können die Betrüger auf Ihr Lebensalter schließen.“

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