„Bühne frei!“ wieder am Start
Traurige und fröhliche Töne

Everswinkel -

Traurige und fröhliche Töne gab es bei der jüngsten Ausgabe von „Bühne frei!“. Traurige, weil vor kurzem die in Everswinkel sehr bekannte Blues-Größe Tom Vieth verstorben ist. Fröhliche, weil die Musiker auf der Bühne anschließend wieder alles gaben, um ihr Publikum zu unterhalten. Mit von der Partie waren diesmal „Jan & Jaeuster“, „Ooton“, die „Miss-Töne“ und „Orange Prime“.

Samstag, 29.09.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 29.09.2018, 08:00 Uhr
Ganz und gar keine „Miss-Töne“ lieferte das gleichnamige Ensemble unter Leitung von Thomads Kraß. Das sympathische Duo „OOton“ um Gwendolyn Obuch und Morin Ostkamp bezauberte mit beeindruckender Harmonie.
Ganz und gar keine „Miss-Töne“ lieferte das gleichnamige Ensemble unter Leitung von Thomads Kraß. Das sympathische Duo „OOton“ um Gwendolyn Obuch und Morin Ostkamp bezauberte mit beeindruckender Harmonie. Foto: Marion Bulla

Wie in jeder Ausgabe von „Bühne frei!“ ist der Diepenbrocksche Saal am Donnerstag voll mit Kulturfreunden. Wie gewohnt ist es auch diesmal, in der 30. Auflage, Susanne Müller , die die vielen Besucher begrüßt. Anders ist an diesem Abend allerdings, dass es nicht gleich mit dem ersten Künstler losgeht.

Die Sprecherin des Everswinkeler Kulturkreises verkündet, dass ein hochkarätiger Blues-Musiker und ein gern gesehener Gast auf der heimischen Kleinkunstbühne verstorben ist. „ Tom Vieth war viermal bei uns und sollte eigentlich im November erneut auftreten. Es war ein Schock zu erfahren, dass er am Sonntag im Alter von 58 Jahren verstorben ist. Er hat uns alle mit seiner Stimme und musikalischer Virtuosität beeindruckend“, sagt Susanne Müller bevor zu Ehren von Tom Vieth aus den Lautsprechern sein Song „What can I do to make you mind“ erklingt.

Die Überleitung zum musikalischen Teil lag anschließend in den Händen der Band „Jan & Jaeuster“, die zum ersten Mal bei „Bühne frei!“ dabei waren. Sie habe gegoogelt, was denn der ungewöhnliche Name zu bedeuten habe, erzählte Müller: „Jaeuster bedeutet Lausbengel. Jetzt hoffe ich, dass die vier keinen Unfug auf der Bühne veranstalten.“ Weit gefehlt! Das Quartett, dessen Spezialität es ist, bekannte Pop-Songs in smoo­then Jazz zu verwandeln, verzauberte sein Publikum vollends. Thomas Göckede am Schlagzeug, Martin Fust am Kontrabass, Andreas Kemper am Saxofon und Namensgeber Jan Burwinkel als Sänger und Gitarrist interpretierten die Stücke ganz neu. Auch ein Lied, was man selten auf der Bühne hört, haben sie im Repertoire. „Savoir Vivre“ von Till Brönners Höllentour gibt es eigentlich nur im Film. Ein Stück ist wie ein Spaziergang durch Paris. Mit einem Baguette unter dem Arm.

Für diese wunderbaren Interpretationen wurden die „Bengel“ ebenso mit reichlich Applaus belohnt wie anschließend „Ooton“. Gwendolyn Obuch startete mit ihrer klaren schönen Stimme mit „Stand by me“. Unterstützt wurde sie dabei von Morin Ostkamp auf der Gitarre. Auch „Stay“ von Sugarland kam beim Publikum gut an.

Der Frauenchor „Miss-Töne“ verspricht ganz und gar nicht, was der Name vermuten lässt. Die Stimmen der 16 Sängerinnen sind kraftvoll und harmonieren perfekt. Die Damen sangen unter Leitung von Kirchenmusiker Thomas Kraß von der Liebe und körperlichen Problemzonen. Denn, so vermuten sie, in jeder Frau steckt ein Stück Hefe, das irgendwann aufgeht. Am 18. November gastiert der Chor übrigens um 20 Uhr im Martin Luther-Haus, um Lieder gegen den Krieg zu Gehör zu bringen.

Das letzte musikalische Highlight waren die Musiker von „Orange Prime“. Helmut Aswegen, Werner Heise, Heiko Langbehn und Manfred Mokosch, Letzterer übrigens aus Everswinkel, boten einen Mix aus selbst geschriebenen Liedern und Coversongs. Unter anderem „Passions of Love“. „Es handelt von Frauen, die aus Liebe morden. Eben Geschichten, die das Leben schreibt“, erklärt Helmut Aswegen lachend.

Mal wieder ein kurzweiliger Abend, der all das bot, was Musikfreunde sich wünschen: leidenschaftliche Künstler mit einem bunt gemischten Strauß aus toller Musik

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